Section I. Mathematische Instrumente etc.
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Von englischen Erzeugnissen sind noch die von J. Cooke & Sonsin York ausgestellten geodätischen Instrumente in vortrefflicher Aus-führung hervorzuheben, zwei Nivellirinstrumente und ein kleinerTheodolith. Von italienischen: J. Allemano in Turin: Theodolithund Niveaux, und die Officina Galileo in Florenz neben verschie-dentlichen physikalischen Apparaten ein Niveau.
5. Mikroskope.
Mikroskope waren im Verhältnisse zu den übrigen optischen Instru-mente in massiger Zahl vorhanden; wenn man abreehnet, was blossfür den ausserwissenschaftlichen Gebrauch geeignet. Das Mikroskop,dieser überaus wirksame Hebel der heutigen Naturwissenschaft, hat inden letzten Jahrzehnten erstaunliche Vervollkommnungen erfahren unddennoch sieht dieses Instrument der Phase seiner Entwickelung erstentgegen, wo es, wie das Fernrohr bereits zu Fraunhofer’s Zeit, sichdurch Emancipation von der blossen genialen Routine, auf das richtigeIneinandergreifen von dioptrischer Theorie und geschickter Ausführungstützen soll. An theoretischen Winken hat es in jüngster Zeit nichtgefehlt, aber noch hält der wachsende Bedarf die befähigteren Künst-ler durch Bestellungsarbeiten von den zu Realisirung solcher Winkeerforderlichen Versuchen ab. E. Ilartnack, früher mit Oberhäuservereinigt, hat seit dem französischen Kriege sein Atelier von Parisnach Potsdam verlegt und dort nur ein Filial unter Obhut söines Ge-schäftsgenossen Prazmowski zurückgelassen. Seine zur Ausstellunggebrachten Mikroskope bethätigten in vollem Maasse die Vorzüge,welche ihnen seit geraumer Zeit den ersten Rang sichern. Bei derPrüfung gelang unter Anwendung blauen Sonnenlichts zur Beleuch-tung die Auflösung der Amphipleura pellucida des schwierigsten Objectsder Möller’sehen Probeplatte von 20 Diatomeen, mit weissein Lichtdie der Längsstreifung von Suricella gemma. Die Anwendung einereinfachen planconvexen Crownlinse in Front der Objectivsysteme ist be-reits von den hervorragenderen Künstlern fast allgemein adoptirt.Abgesehen von der hiermit verknüpften dioptrischen Modification imBau des Systems bietet dieser Anordnung auch für die Dauerhaftig-keit dieses delicaten Bestandtheiles einen schätzbaren Vortheil, insoferndie Flintlinsen nunmehr gegen äussere Einflüsse, unter denen sieschneller als Crownglas leiden, mehr geschützt sind. Die bei den star-ken Objectivsystemen zur Compensation des Deckglaseinflusses erfor-derliche Correction steht im Begriff dahin mit Vortheil abgeändert zuwerden, dass durch sie nicht wie zeither die erste (untere) Linse gegendie beiden anderen festen, sondern diese letzteren gegen die feste erste