Section I. Mathematische Instrumente etc.
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Telegraphist die Buchstaben einzeln auf der Tastatur zu greifen imStande ist, vorausgesetzt, dass die Beschaffenheit der Leitung keinetiefer liegende Grenze zieht. Ein geübter Telegraphist wird leichtfünf Tasten in der Secunde einzeln greifen können, eine entsprechendeEinstellung des gebenden Mechanismus vorausgesetzt, sind dies 300Zeichen per Minute.
Von Br. 'Werner Siemens ist bereits der weitere Schritt desUeberganges vom Schnelldrucker mit Morseschrift zum Schnelldruckermit Letternschrift gemacht. Diese jüngste Erfindung automatischerTelegraphie wurde erst im August nach dem Schlüsse der Juryarbeitenzur Ausstellung gebracht. Aus dem von Prof. Dr. Zetzsche in derZeitschrift für Mathematik und Physik gegebenen kurzen Bericht ist zuentnehmen, dass mit dem neuen Drucktelegraphen zunächst ähnlichwie beim Ilefner’sehen mit einer Dose mit rechts und links hervor-tretenden Stiften gearbeitet wird. Das Einstellen des Typenrades wirddurch positive und negative Ströme von gleicher Länge bewirkt, vondenen die einen durch die rechts aus der Dose vorstehenden, die an-deren durch die links vorstehenden Stifte in die Leitung gesandt wer-den. An dem Typenrad ist ein doppeltes Echappement angebracht,von denen das eine durch Ströme der einen, das andere durch Strömeentgegengesetzter Richtung in Thätigkeit gesetzt wird, und eine sprung-weise Bewegung des Typenrades zur Folge hat. Das Typenrad wirdnach jedem Abdruck auf den Ausgangspunkt zurückgeführt, wodurchverhütet ist, dass durch ein sich einschleichendes falsches Zeichen dienoch nachfolgenden ebenfalls falsch gemacht werden. Der so schwierigin Ordnung zu haltende Synchronismus der Typenräder fällt also hierunter Anwendung der Echappements weg.
Die ausserordentlich reichhaltige Ausstellung von Siemens& ITalske umfasst ausser den Telegraphen auch die mannigfaltigenin der Telegraphie erforderlichen Hilfsapparate. So waren die Trans-lationen für Arbeits- und für Ruhestrom vermittelst des Relais, desSchreibhebels und des polarisirten Relais, der Wechselstromtaster mitEntladungscontact u. s. w. vertreten. Ebenso waren die Einrichtungender Eisenbahnläutewerke, die Stationswecker, die Signalglocken undAnordnungen für Haustelegraphie in der deutschen, in der österreichi-schen und der französischen und in der Schweizer Abtheilung mannig-faltig zur Ausstellung gebracht.
Wiener Weltausstellung. H.
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