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2 (1874)
Entstehung
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Gruppe XVIII. Bau- u. Civil-Ingenieunveseu.

Cylinder wird hohl auf den über Wasser in Ketten schwebenden eisernenBrunnenkranz aufgemauert, und je nach Fortschritt des Mauerwerksversenkt. Dabei wird durch Ueberkragen im unteren Theile des Pfeilerseine conische Höhlung gebildet, die als Luftkammer dient. Dieselbewird durch eine eingemauerte Blechplatte geschlossen, arif welche dasSteigrohr oben mit der Luftschleuse aufgeschraubt wird. Bei dieserMethode ist dann eine feste Rüstung erforderlich, die an Ketten dieDifferenz zwischen Last und Auftrieb trägt, bis der Pfeiler die Fluss-sohle erreicht hat. Hieran würden sich die Fundirungsmethoden an-schliessen, die ohne Anwendung von Luftdruck oben offene Umschlies-sungen der Pfeiler von Eisen, die bis über Wasser reichen, durchBaggerung versenken und mit Beton anfüllen, welche bei massigenWassertiefen mit Vortheil Anwendung gefunden haben.

Als Hilfsmittel bei Fundirungen kann der von Heinke & Davisin London ausgestellte Taucherapparat aufgeführt werden. Der Helmdes Tauchers hat drei Fenster und zwei cylindrische Ventile, derenEigenthümlichkeit die ist, dass sie durch Schiebung geöffnet werden,und deshalb beim Oeffnen der Luftdruck nicht zu überwinden ist.Ausserdem soll das Kleid des Tauchers mit dem Helm so verbundensein, dass der Taucher beim Schliessen der Ventile dasselbe aufblasenkann, um so durch Schwimmen seinen Ort zu verändern. Es wirdbehauptet, dass Taucher in diesem Apparat einen Druck von 150 mWasser ausgehalten haben. Ein anderer Apparat von Siebe & Gor-mann in London hat am Helm zwei Schläuche erhalten, es wird jedoch.bei grossen Tiefen nur einer in Gebrauch genommen.

Die von Heinke & Davis angekündigte unterseeische elektrischeLaterne war nicht vorgeführt.

Weiter waren Modelle einer Dampframme, welche bei den Hafen-bauten zu Gravelines verwandt wurde, seitens des Ministeriums deröffentlichen Arbeiten zu Paris ausgestellt. Dieselbe ist nach denAngaben der Ingenieure Plock und Jacquet construirt; sie hat zweieichene Rammklötze ä 12 Centner, welche durch eine Dampfmaschinemittelst Gallscher Ketten ohne Ende abwechselnd gehoben werden.Es können somit zwei schwere Pfähle gleichzeitig eingeschlagen werden.

Eine andere Rammmaschine von Ramsauer in Gmunden bestehtin einer Kunstramme, welche durch ein Schiffmühlenrad, welches durchdie Kraft des Stromes getrieben werden soll, in Bewegung gesetzt wird.

c. Brückenpfeiler.

Unter den Brückenpfeilern sind besonders die in Eisenconstructionhervorzuheben. Die einfache Entwickelung der eisernen Brückenpfeilerist besonders den Bemühungen des Ingenieurs Nördling an der fran-