Section II. Wasserbau.
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Ingenieuren Montricher und Brisse anvertraut. Die Baukostenbetragen 30 Millionen Lire; die ganze Arbeit wird im nächsten Jahrebeendet sein.
3. Canäle, Wehre, Schleusen.
Aus dieser Classe von Wasserbauten haben mehrere Länder Werkezur Anschauung gebracht, die theils vollständig beendigt, theilweisein der Ausführung begriffen oder erst projectirt sind und sich durchGrossartigkeit des Unternehmens oder durch die Schwierigkeiten der Her-stellung oder endlich durch neue und eigenthümliche Constructionenauszeichnen.
In Frankreich, wurde in den letzten Jahren der Canal St. Louisan der Mündung der Rhone ins Mittelmeer in Betrieb genommen.
Zu verschiedenen Zeiten sind vergebliche Versuche gemacht wor-den, das Deltagebiet der Rhone für die Seeschifffahrt zu eröffnen. ImJahre 1863 entschied sich die französische Regierung dahin, mittelsteines neuen Schifffahrtscanales, des Canals St. Louis, die ganze Allu-vion der Flussmündung zu umgehen und Seeschiffe von bedeutendemTiefgange direct in den ungetheilten Fluss zu leiten. Der Canal führtvon der Rhone ungefähr ostwärts in den Golf von Foz, seine Längeist 3300 m, er ist am Boden 30 m breit und hat 6 m Wassertiefe beikleinstem Wasser; die Wasserbreite an der Oberfläche ist 63 m ; dieBöschungen sind bis 2 m unterWasser gepflastert und stützen sich auf2Bermen. Leinpfade von 12 m Breite liegen über dem höchsten Wasser-stande der Rhone und sichern den Canal vor dem Einbrechen des Flusses.Der Canal wird in dem Meerbusen durch zwei aus Steinen geschüttete Mo-len bis zu der Tiefenlinie von 6'50m geführt; die Südmole ist 1746mlang und trägt am Ende ein eisernes Hafenfeuer; die Nordmole ist je-doch nur 500 m lang und würde, wenn geradlinigt verlängert, einenEingang von 200 m Breite frei lassen.
Die bis höchstens l'88m messende Differenz der Wasserstände imFluss und im Meere wird durch eine an der Rhone liegende Schifffahrts-schleuse von 22 m Breite und 184'5m Länge bei 7'5m Tiefe ausgegli-chen. Die Schleusenthore sind von Schmiedeisen und besitzen Luft-kasten , durch welche sie beinahe schwimmend erhalten werden, sodass die Drehachsen nur geringen Druck auszuhalten haben. EinHafenbassin, Quaimauern, Wegebauten u. s. w. vervollständigen dieAnlage, welche über 15 000 000 Francs gekostet hat.
Die Bauverwaltung von Mailand hat durch Zeichnung denSchifffahrtscanal von Mailand nach Pavia ausgestellt. DieSchleusen, welche sehr ungleich lange Canalhaltungen von einander