Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
296
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Gruppe XVIII. Bau- u. Civil - Ingeuieurweseu.

das darin befindliche Bad; das japanesiscbe Etablissement, enthal-tend die Wohnung eines wohlhabenden und eines einfachen Bürgers,eines Lagerhauses und eines Hauses für einen Kaufmann in Holzbau. Diemusterhafte Verzimmerung des harten, vollkommen reinen und astfreienCedernliolzes, die eigenthümliche Verwendung des Bambusrohres (unteranderen zu Nägeln für die Befestigung der Dachschindeln), zum Gespärreder Veranden etc. erregten Aufmerksamkeit und wohlverdiente An-erkennung.

Die Gebäudeanlage des Khedive von Aegypten, eine mitvielem Talent combinirte Gruppe, bestehend aus einem arabischen Wolm-hause, einer Moschee und Schule nebst Wirthschaftsgebäuden und zu-gleich die Nachbildung des Felsengrabes von Benihassan enthaltend, nachIdeen von Brugsch durch den Architekten Schmoranz entworfen, umneben den landesüblichen Einrichtungsgegenständen mit Dienerschaft undselbst Thieren ausgestattet, einen vollkommenen Einblick in die ägyp-tischen Haushaltsverhältnisse zu gewähren, ermöglicht die Anlage zu-gleich ein eingehendes Studium der ägyptischen Bauweise. Mit vielemInteresse weilt der Blick des Beschauers auf den reizenden Erkeranlagen,auf den traulichen Ruhebänken in den Fensternischen und auf den rei-chen Ausstattungsgegenständen, insbesondere den Teppichen.

Der Pavillon des Herzogs August von Coburg-Gotha,ein Octogon mit Oberlichtbeleuchtung und vier an den Hauptseitenvortretenden Eingangshallen, ringsum von einer Gallerie umgeben undalles in den gefälligsten Formen und Verhältnissen in Holzbau con-struirt und mit Holzschnitzerei ornamentirt.

Das österreichische Schulhaus mit gut beleuchtetem und ven-tilirtem, geräumigem Schulsaale im ersten Stockwerke, guter Disposi-tion der Aborte daneben und bequemer Disposition der Lehrerwohnungim Erdgeschosse. Es ist theils von einem grossen, wohl eingerichtetenGarten, theils vom Schulhofe umgeben, dem sich ein Turnplatz miteiner geräumigen Turnhalle anschliesst.

Das schwedische S c h u 1 h a u s, ein Holzbau mit geräumigem, vor-züglich beleuchtetem Schulsaale und darin befindlichen Subsellien,Schulgeräthen und Unterrichtsmitteln von musterhafter Beschaffenheit undraffinirter Ausnutzung des übrigen Theiles des Hauses für die Lehrer-wohnung, deren Räume zum Theil im Dachboden ansgebaut sind; dasamerikanische Schulhaus, überraschend durch die Anbringung vonFenstern an den drei äusseren Wandflächen des Schulsaales, der im Uebri-gen eine sorgfältige Ausstattung erhalten hat. Das Gebäude mit dennötliigen Localitäten für eine einfache Lehrerwohnung versehen, ist vonLeemann Bridges in Newyorlc construirt und entworfen; ein ganz auskünstlichen Steinen ausgeführtes Häuschen von Chally in Wien,entworfen von Rehander, mit gewölbter Decke, Stufen und Plateformevon demselben harten und schönen Material in gefälliger Arbeit; die