Section I. Hochbau.
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Company zu Wien für die Beton- und Cementpflasterungen in denbedeckten Gängen und Gebrüder Ohr enstein für die ausgezeichnetgelungenen Bassins auf dem Ausstellungsplatze wegen ihrer vorzügli-chen und umfangreichen Leistungen in so überaus kurzer Ausführungs-frist vorzugsweise genannt zu werden.
Yon den vielen übrigen, der Zahl nach weit über anderthalb Hun-dert hinausgehenden Gebäuden auf dem Ausstellungsplatze sind vorzugs-weise folgende bemerkenswerth.
Die grosse Maschinenhalle in ihrer basilikenartigen Anordnungmit 28 m breitem Mittelschiffe und 8'5 m breiten Seitenschiffen, dieschmiedeisernen Dachgebinde nach dem Polonceau’schen Systemeconstruirt, auf den durch Pfeiler verstärkten Umfassungsmauern ruhend.Die deutschen Annexbauten in Fachwerk mit ebenso kühn wierationell construirten Hängewerks-Dachbindern und mit zierlicher unddabei doch auf einfacher und natürlicher Behandlungsweise basirenderModellirung der sichtbaren Construetionstheile, projectirt von Kyll-mann & Heyden und ausgeführt von A. Heinel in Berlin.
Die Kun sthalle, aus vier Längsschiffen bestehend, deren beide mitt-leren, je 11*5 m breit und 14 m hoch, durch Oberlicht beleuchtet sind,während die seitlichen, niederen, Seitenlicht erhalten, bemerkenswerthwegen der guten Proportionen und Beleuchtung der Oberlichtsäle.Weniger günstig erweist sich die die Mitte in ganzer Breite einneh-mende grosse Eingangshalle, bestimmt für die grössten Gemälde allerNationen, da hier die Raumverhältnisse übertrieben erscheinen und dieBeleuchtung nicht befriedigt. Besonders interessant ist hierbei derUmstand, dass die für die Räume und Fensterflächen gewählten Ab-messungen auf dem Resultate der Studien beruhen, welche die Archi-tekten Hasenauer und Semper für die entsprechenden Anlagen inden in der Ausführung begriffenen kaiserlichen Museen gemacht haben.Der Kaiserpavillon nach dem Entwürfe vonHasenauer und Gugitzzu Wien. Die gefällige und bequeme Gruppirung der einzelnen, für denKaiser und die Kaiserin, die Erzherzoge und deren Gemahlinnen be-stimmten Räume um den grossen, in der Mitte liegenden, mit Porticusversehenen Empfangssaal, ihre Abmessungen und die höchst geschmack-volle Ausstattung derselben zeugten für dessen kunstsinnige Architek-ten, wie für die Blüthe der Wiener Kunstindustrie, deren hervorragendsteVertreter die dazu verwandten Stuck- und Marmorgegenstände, Möbel,Teppiche, Seidentapeten etc. gewissermassen als die edelsten Proben ihrerkunstgewerblichen Leistungen angeliefert und zur Anschauung gebrachthatten; die russische Restauration in ihrem glücklichen Versuche,den sogenannten russisch-nationalen Holzstil zur Darstellung zu bringen;das türkische Wohnhaus nebst Bazar und Kaffeehaus, eine im Ver-ein mit dem spiegelglänzenden persischen Hause in ihrem Aeusserenmalerische Gesammtgruppe. Ersteres besonders bemerkenswerth durch