Section IV. Strassenfuhrwerke etc.
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Firma Sala in Mailand zwei sehr schöne Wagen, einen achtfedrigenLandauer und ein kleines Coupe zur Anschauung gebracht. Bemerkens-werth sind ferner die schönen Wagen von A. Locati in Turin, näm-lich eine Mailcoach zum Zurücklegen und ein Landauer mit Galadecke.So schön der letztere Wagen gearbeitet war, dürfte es doch mindestenszweifelhaft sein, ob die Anordnung einer Galabockdecke bei einemLandauer, der mehr dem Charakter der Bequemlichkeit als des Prunksentspricht, eine hofgemässe oder stylgerechte genannt werden kann.
In der französischen Ausstellung waren die alt renommirtenFirmen Ehrler, Binder freres, Mühlbacher, Million, Guiet& Co., Desouches vertreten. Die von diesen hinreichend bekanntenFirmen ausgestellten Wagen zeigten durchgängig vortreffliche Arbeit,namentlich was die Schmiedearbeit und insbesondere die Federnbetrifft, elegante Ausstattung und geschmackvolle schöne Zeichnung.Es war durch diese Ausstellung die Höhe des französischen Wagen-baues glänzend repräsentirt. Binder freres erhielten das Ehren-diplom, während Ehrler als Jurymitglied ausser Concurs war. Dasmerkwürdigste Stück in der französischen Abtheilung war ein Phaetonauf 16Federn vonMillion, Guiet & Co. Während sonst beiDoppel-federn der Wagen auf Druck- und C-Federn ruht, ist hier das Principder C-Federn samint Riemengebänge gänzlioh verlassen. Die Häng-eisen sind hier nämlich ebenfalls als Federn construirt und hängenauf einer Querfeder, so dass die Riemengehänge ganz fortfallen. Beidieser ganz eigenthümlichen Construction werden natürlich alle Stössevollkommen paralysirt, freilich wird der Wagen aber stärkeren seit-lichen Schwankungen unterworfen sein.
Anthoni hatte Wagenbestandtheile und besonders Achsbüchsenausgestellt, wovon das Eigenthümliche, dass dieselben inwendig miteinem schraubenförmig gewundenen Zuge versehen sind, so dass dasOel aus der Kammer fortwährend angezogen und eine selbstthätigeSchmierung bewirkt wird.
Die englische Wageribauindustrie war im Verhältniss zur Grösse'und Bedeutung nur schwach vertreten, namentlich waren die grossenLondoner Firmen mit Ausnahme von Peters von der Ausstellung ferngeblieben; es mag dies wohl ebenso sehr in der Schwierigkeit der Ver-sendung wie in mangelnden Beziehungen seinen Grund haben. Petershatte eine den englischen Verhältnissen entsprechende Mailcoachexponirt, worin das Haus excellirt, und wie sie von den früheren Aus-stellungen her genügend bekannt sein dürften. Eine hübsche Einrich-tung zeigte ein von Thorn in Norwich ausgestellter Dogcart, darinbestehend, dass die Stellung der Deichsel sich der Grösse des Pferdesmit leichter Mühe in einfacher Art anpassen lässt. Zu dem Ende ist
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