248 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.
Zeichnung und Beschreibung eines solchen Wagens sind im „Organfür die Fortschritte des Eisenbahnwesens“ Jahrgang 1873, S. 57 undTafel VI. veröffentlicht.
Königliche Direction der Niederschlesisch-MärkischenEisenbahn: einen Personenwagen I. und II.Classe mit Kohlenheizungbekannter Einrichtung, mit elektrischem Alarmsignal und mit der schonerwähnten Gasbeleuchtung von Jul. Pintsch in Berlin.
Letztere hat folgende Einrichtung: Jeder Wagen führt je nachder Zahl der zu speisenden Flammen einen oder zwei aus Eisenblechhergestellte Behälter mit sich, welche mit auf 6 Atmosphären compri-mirtem Oelgas gefüllt werden. Die Behälter von l - 784 m Länge und420 bis 500 mm Durchmesser sind quer unter die Langträger desWagenbettes gelegt. Sind es zwei, so communiciren sie durch einRohr. Von dem Behälter gelangt das Gas in einen Druckregulator undvon diesem durch ein vertical aufsteigendes Rohr in das auf dem Dachedes Wagens entlang geführte Speiserohr der einzelnen Flammen. Daswichtigste Stück dieser Einrichtung ist der Druckregulator. Derselbebesteht aus einer cylindrischen gusseisernen Büchse von circa 250 mmDurchmesser und 160 mm Höhe, deren einer Boden durch eine losegespannte gasdichte Membran gebildet ist. In der Mitte dieser Mem-bran ist eine Zugstange befestigt, welche an einen Hebel greift unddadurch das Zuströmungsventil regulirt.
Der in Thätig'keit befindliche Apparat gab eine sehr ruhig bren-nende gut leuchtende Flamme.
Specielle Beschreibung und Zeichnung desselben ist im „Organ fürdie Fortschritte des Eisenbahnwesens“ Jahrgang 1873, Seite 1 bis 6veröffentlicht.
Breslauer Actiengesellschaft für Eisenbahnwagenbau:ein Personenwagen I. und II. Classe mit besonderer Federaufhängungdes Kastens, wobei jedoch die Federn nicht wie bei Reifert neben denLangträgern des Untergestelles, sondern über denselben liegen.
F. Kienast zu Berlin hat einen nicht am Wagen angebrachtenHeizapparat ausgestellt.
Ein aus Drahtgeflecht hergestellter Heizkasten gewöhnlicher Artfür Presskohle ist umschlossen von zwei oder drei schraubenförmiggewundenen Kupferrohren, jedes Rohr bildet einige nahe an einanderliegende Windungen, deren eines Ende unten in zwei trichterförmigeOeffnungen mündet, von denen die der Zugrichtung zugekehrte geöffnet,die rückwärtige aber durch eine Klappe geschlossen ist. Das andereEnde des Rohres wird mit den zu heizenden Räumen in Verbindunggesetzt. Das Ganze ist durch einen Kasten von Eisenblech umhülltund wird unter das Wagenbett geschraubt. Regulirungsvorrichtungenund Aschenfall sind angeordnet.