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Section II. b. Maschinen für Faserstoff-Industrie.
nicht genügt. Die wenigen vorhandenen lithographischen 'Schnell-pressen dienten daher damals meist nur dem einfachen Notendrücke.
Die Pariser Ausstellung brachte die Erkenntniss der Vorth eileder. Tischfärbung, welche in Frankreich schon länger in Anwendungwar, und welche fast alle französischen lithographischen Schnellpressenbesassen. Man führte diese Färbung gar bald in Deutschland ein, undsoviel uns bekannt, war Swiderski in Leipzig einer der ersten, welchesie bei ihren Pressen anwandten. Die Tischfärbung gestattet 4 bis 6Auftragwalzen (Voisin hatte in Paris 1867 sogar 11), und vermögedes vollkommneren Auftragens der Farbe auf den Stein bemächtigtesich die lithographische Schnellpresse auch des Buntdruckes, in wel-chem sie, ebenso wie im besseren Schwarz- und Kreidedrucke, bald soVortreffliches leistete, dass sich immer mehr Anstalten zur Aufstellungsolcher Maschinen entschlossen. ■
Die hauptsächlichste Verbesserung erfuhr die lithographischeSchnellpresse durch den zuerst in England ausgeführten Mechanismusdes mehrfachen Einwalzens des Steins, welches ein Stillstehen desCylinders während eines zwei-, drei- und mehrmaligen Durchführens desSteins unter den Auftragwalzen gestattet, bevor der Druck erfolgt.Der Stein wird hierdurch viel satter gefärbt, und wenn auch die Anzahlder Abdrücke dadurch geringer wird, so gewinnt andererseits die mitdem Anlegen beschäftigte Person die gehörige Zeit und Buhe zu demnamentlich für alle feineren Buntdrucke so wichtigen Punktiren. Die-ser Mechanismus des mehrfachen Einwalzens fand sich bei allen aus-gestellten Maschinen mit alleiniger Ausnahme der von P. Alauzetausgestellten, was um so mehr befremden muss, als die Franzosenfrüher im Fache der lithographischen Schnellpressen den ersten Rangeinnahinen und auf der Pariser Ausstellung schon so hervorragendeLeistungen aufzuweisen hatten.
Wenn im Allgemeinen die typographische und lithographische Schnell-presse in mechanischer Hinsicht Vieles gemeinsam haben, so liegt dochausser in dem erwähnten mehrfachen Einwalzen ein grosser Unterschiedin der Nothwendigkeit des Wischapparates bei der Steindruckpresse,d. h. des Apparates, welcher den Stein nach jedesmaligem Drucke mitWasser netzt. Dieser (Walzen-) Apparat und die vermehrte Anzahlder Auftragwalzen, welche der Karren zu passiren hat, bedingen einenviel grösseren Weg des Karrens als bei derBuchdruckpresse, und hierinliegt ein fernerer Hauptgrund, weshalb die Production der lithographi-schen Schnellpressen geringer ist, als diejenige der für Buchdruck be-stimmten, da die Karrenwege bei sonst gleichen Verhältnissen sichetwa wie 18: 13 verhalten. Wenn diese geringere Leistung wegen desPunktirens für feinere Druckarbeiten, namentlich für Buntdruck, weni-ger eine Rolle spielt, so ist es doch gerechtfertigt, dass man für ein-fachen Schwarz- insbesondere für Notendruck das Cylinderfarbwerk