Sectioix II. a. Werkzeugmaschinen.
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I. Metallbearbeitungsmaschinen.
1. Hämmer. Schmiedefeuer.
In der russischen Abtheilung befand sich das Modell des grösstenin der Ausstellung vertretenen Dampfhammers. Derselbe ist durchden Staatsrath Voroazow für die kais. Gussstahlwerke zu Perm pro-jectirt worden; das Füllgewicht beträgt 1000 Centner, die gusseiserneChabotte, aus einem einzigen Stück bestehend, wiegt 12 400 Centner,dürfte daher gegenwärtig das grösste existirende einheitliche Gussstücksein. Die Schmelzung der erforderlichen Gusseisenmasse erfolgte in14 Cupolöfen, die im Kreise um die Form aufgestellt waren; der Guss(ausgeführt am 26. und 27. Januar 1873) hatte die angestrengte Thä-tigkeit von 700 Mann während einer Zeit von 30 Stunden in Anspruchgenommen. Die Fundamentirung dieses Hammers nimmt eine Grund-fläche von 372 qm ein. Das Gerüst besteht aus zwei pyramidalen ausBlech genieteten Säulen (jede von 13 600 Kg), vier Blechträgern von1'120 m'Höhe und 8’50 m Länge (Blechdicke 25 mm, Gesammtgewicht45 000 Kg) und zwei die Hammerführung enthaltenden gusseisernenStändern von je 86 800 Kg; letztere tragen ein den Cylinderbodenbildendes Gussstück von 37 660 Kg Gewicht, auf welchem der Dampf-cylinder von 2" 10 m Durchmesser und 4 - 26mHöhe (Gewicht 62 240 Kg)sich aufbaut. Der Hammerbär besteht aus der als ein einziges Stückgeschmiedeten gussstählernen Kolbenstange von 27 000 Kg und demgusseisernen Bär von 23 000 Kg, Summa 50 000 Kg = 1000 Centner.Zur Bewegung des Steuerschiebers dient eine eigene (von Hand zusteuernde) Dampfmaschine. Der Hammer arbeitet mit directem Ober-dampf.
Der stärkste in wirklicher Grösse ausgestellte Dampfhammer(300 Ctr. Fallgewicht, 2'51 m Fallhöhe, 1 - 10 m Cylinderdurckmesser),ein Meisterstück in kunstgerechter Ausführung, entstammte der Mär-kischen Maschinenbauanstalt (Kamj} & Co.) in Wetter a. d.Ruhr.Auch hier schmiedeiserner, aus Blech construirter Unterbau, wie ihnder Director dieser Fabrik, Alfred Trappen, bereits im Jahre 1862ausführte, daher hinreichend grosser Baum in der Nähe des Amboses.Die äussere Ausstattung dieses Hammers charakterisirte sich vortheil-haft durch Vermeidung der sogenannten Spachtelfarbe; sowohl derschmiedeiserne Unterbau, als auch die gegossenen Theile des Hammerszeigten nur einen leichten Oelfarbenanstrich.
Die Kirlcstall Forge Go., Leeds, im Besitz der Naylor’schenDampfhammerpatente, hatte einen 50-Centner-Dampfhammer zum