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Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.
von der AViener Agentur von P. Granichstädten, und einem von derKais. Technologischen Anstalt zu St. Petersburg, gearbeitet vonden Schülern derselben. Dieselbe hat sich trotz ihres bei Weitem grös-seren Gasverbrauches bisher, wie es scheint, überall da gehalten, wo,wie in den dicht bewohnten Industrievierteln grosser Städte, die OttoLangen’sehe sich wegen des unangenehmen Geräusches verbietet.Wenigstens zählt der Prospect der Compagnie parisienne allein inWien 28 Häuser auf, bei denen die Maschine, meist in der Stärke von1 und 2 , an sechs Stellen allerdings auch von 3 Pferden, in Thätig-keit ist.
Neben der Gasmaschine ist es heute vorzugsweise die Lehmann’-sche Luftexpansionsmaschine, welche die meiste Verwendung findet.Dieselbe wird bekanntlich gebaut von der Berlin-AnhaltischenMaschinenbau-Actiengesellschaft zu Dessau, welche in derMaschinenhalle eine zweipferdige Maschine (Doppelmaschine) ausgestellthat, während im Pavillon für Ziegel- und Eismaschinen drei weitere. einpferdige in Thätigkeit sind und verschiedene von derselben Firmaausgestellte Pumpen treiben.
Nächst beiden ist jedenfalls der bedeutendste der ausgestelltenMotoren die Wassersäulenmaschine mit oscillirendem Cylinder vonA. Schmid in Zürich. Dieselbe ist in der Construction vollkommenidentisch mit der bereits oben 3 ) beschriebenen Dampfpumpe desselbenIngenieurs, nur ist wegen der Unelasticität des Wassers am Einströ-" mungsrohr ein Windkessel hinzugefügt, welcher die bei dem plötzlichenGeschwindigkeitswechsel durch das Abschneiden des Wassers in derSteuerung sonst unvermeidlichen Wasserstösse beseitigt.
. Bekanntlich wurde die Schmid’sehe Construction veranlasst durchein Concurrenzausschreiben der Züricher städtischen Bauverwaltung fürdie Construction eines von der Wasserleitung getriebenen Motors 2 ),aus welcher dieselbe als Sieger hervorging. Nächst ihr befriedigten ammeisten ein Zuppinger’sches Tangentialrad von Escher, AVyss &Co.,welches in der Schweizer Abtheilung ebenfalls ausgestellt, und. eineAVassersäulenmaschine von Felber. Der Schmid’sche Motor dürfteals sehr vorzüglich überall da zu empfehlen sein, wo ein Wasserwerkmit ausreichendem Drucke vorhanden ist und die Wasserpreise nichtzu hoch sind.
Demselben im Principe sehr nahe verwandt ist die Maschine derKölner Wassermotoren-Fabrik, Peter Kieffer, ebenfalls eine
x ) Siehe oben S. 39. — 2 ) Man sehe Dingler Bd. 203, S. 81 u. 332, wo-selbst auch Abbildung und Beschreibung des Motors, letztere von Prof. I) e 1 a -bar in St. Gallen. Abbildung und Beschreibung geben fernerEngineeringXIII, p. 159. Polyt. Centralblatt 1872, S. 496. Zeitsclir. d. Vereinsdeutscher lug. 1872, S. 592. Bayer. Industrie-u. Gewerbeblatt 1872,S. 169. Port economique 1872, p. 86. American Artizan 14, p. 225.