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2 (1874)
Entstehung
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Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.

über. Letztere bewegen durch zwei gleiche nach unten gehendePleuelstangen ein Querhaupt zwischen Oylinder und dem oberen Pumpen-oylinder, an welches die Kolbenstange für diesen letzteren angeschlossenist. Diese ist hohl gemacht und durch sie hindurch geht die nachunten verlängerte Kolbenstange, die zugleich Kolbenstange für denunteren Pumpencylinder ist. Die Steuerung geschieht durch zwei Schie-ber, die von der Schwungradwelle aus durch Curvenscheiben bewegtwerden. Die Maschine ist für ein Pumpwerk wohl entschieden zucomplicirt, und bei etwa nötkigen Reparaturen namentlich so schwerzu demontiren, dass eine Reservemaschine absolut nothwendig ist.

Das dritte Pumpwerk endlich, für die Fontainenanlage im Aus-stellungspark, ist gebaut von Gehr. Decker in Cannstatt. Es bestehtaus zwei sehr grossen Exemplaren der von der Firma in sehr ver-schiedenen Grössen ausgeführten direct wirkenden Pumpen ohne Rota-tion (Baumann’s Patent). Dieselben sind nicht für diese Anlagegebaut, sondern für eine unterirdische Pumpenanlage in einem Berg-werke bestimmt, und sind daher für die gegenwärtige Arbeit weitauszu gross. Dampf- und Wassercylinder haben einen Durchmesser vou400 mm bei 940 mm Hub und die Kolben machen im Durchschnitt10 Doppelkübe pro Minute. Der Windkessel ist aus schmiedeisernenPlatten gebildet und steht zwischen beiden Maschinen.

Alle drei besprochenen Pumpwerke befanden sich in besonderenGebäuden; das erstere an der westlichen, das zweite an der östlichenSeite der Maschinenhalle, das letztere in der Nähe des Jurypavillons.

In der Maschinenhalle selbst befanden sich dann noch eine Reihegrösserer oder kleinerer Dampfpumpen, die ich sogleich hier anschliessenwill; ich beginne dabei wieder mit Amerika.

Es sind zwei Firmen, welche hier vertreten sind: Die Nor walkIron Works Company und A. Carr in Newyork.

Erstere sendet zwei Exemplare der Baumann’scken Pumpe, der-selben, die bei uns Decker in Cannstatt baut, und von welcher bereitsoben die Rede war. Carr hat zwei verschiedene Systeme ausgestellt,beide bezeichnet als „Seiden Pump“; und zwar ist die grössere speciellbestimmt für unterirdische Pumpenanlagen in Bergwerken ] ), die kleinerezur Wasserhebnng, Kesselspeisung etc. Beide Pumpen haben wie dieobige keine Rotation; die erstere hat zwei einfach wirkende Pumpen-cylinder, die letztere einen doppeltwirkenden. Die Steuerung geschiehtin eigenthümlicher Weise von der gemeinsamen Kolbenstange aus.Auf diese ist in der Mitte zwischen beiden Cylindern ein Wulstringaufgesetzt, welcher an den curvenförmig gebogenen horizontalen Armeneines T-förmigen dreiarmigen Hebels entlang streift, diesen dabei in

J ) Skizze und Beschreibung dieser Pumpe: American Artizan 16,p. 200. Scientific American 28, p. 21t).