Section I. Motoren, Kraftübertragungsmaschinen etc. 19
Steuerscheibe auch auf deren Rückgänge-au jeder beliebigen Stelle' auszulösen, so wäre damit die Aufgabe, innerhalb der grösstmöglichsten
Grenzen zu expandiren, gelöst. Diesist aber sofort möglich, wenn mandarauf verzichtet, die Auslösung sichselbsttkätig in Folge der eigenenBewegung' vollziehen zu lassen,diese Function vielmehr einem be-sonderen, von dem übrigen Steuer-mechanismus unabhängigen Organeüberträgt, wobei natürlich wiederder Moment des Auslösens vom Re-gulator bestimmt wird. Dies ist derleitende Gedanke, der der zu be-schreibenden Steuerung zu Grundeliegt.
Die Steuerung selbst hat einigeAehnlichkeit mit der von Spen-cer & Inglis, nur dass für die Auslösung ein besonderes sogenanntesAuslöseexcenter hinzugefügt ist. Dieses bewegt die Stange s, Fig. 6(a. f. S.), mit den Keilstücken cc‘, welche mit ihren schrägen Kanten anden entsprechenden der relativ festen d cV entlang gleiten und sich dabeinormal zur Stangenrichtung verschieben. Sie stossen dabei gegen dieSchieber gg' und bringen dadurch die Qakenkappen hlc' ausser Ein-griff mit den Stangen ll\ worauf die Federn zur Wirkung kommenund die Ventile schliessen. Die Keile dd' werden durch den Regula-tor einander genähert oder von einander entfernt und bestimmen soden Moment der Auslösung. Eine Veränderung der Expansionsgrenzengeschieht durch Aenderung der Voreilung des Airslöseexcenters, welcheszu dem Ende mit einem Kreisschlitze versehen ist, in welchem eineSchraube an der Regulator-Antriebscheibe verstellbar. Dabei verschie-ben sich nämlich die Stücke cc' gemeinsam nach der einen oder deranderen Richtung und es ändert sich folglich der Weg, welchen diesel-ben bis zur Auslösestellung noch zurückzulegen haben und in Folgedessen der Moment der Auslösung. Vielleicht wäre es einfacher gewesen,statt durch Veränderung der Voreilung, durch blosses Verstellen beiderStücke d d‘ die Expansionsgrenzen veränderlich zu machen ').
Eigentümlich, und wie es scheint recht praktisch, ist an derMaschine noch der Condensator. Derselbe besteht aus einer verticalen
Fig. 5.
J ) Aucfi möge liier daran erinnert werden, dass eine gleiche Verschie-bung der Expansionsgrenzeü auch bei der ungleich einfacheren Bede’sclieuSteuerung- möglich ist. Es genügte hierzu, den Abstand der Ausrückerstifte nveränderlich zu machen.
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