Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
13
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Section I. Motoren, Kraftiibertragungsmaschinen etc. 13

ihr Aeusseres empfiehlt sich die Maschine gerade nicht; sie besteht auseiner viel zu grossen Menge einzelner Theile, die auch in der Form alssolche gekennzeichnet sind, und der Eindruck des Ganzen wird dadurchfür das Auge ein unruhiger. Der den Cylinder mit dem Schwungrad -lager verbindende Steg ist abweichend von der gewöhnlichen Formkein Hohlgusskörper, sondern hat die Gestalt eines auf die Seite gelegtenHodgkinson-Trägers, der mit seiner breiteren Saumrippe seitlich amCylinder befestigt ist.

Die Maschine der Brunner Maschinenfabrik hat einen Cylindervon 340 mm Durchmesser bei 915. mm Hub und einen Hohlgussstegin der gewöhnlichen Form, der aber nicht mit dem Lager aus einemStück gegossen, sondern an dieses angeschraubt ist. Die Führung ist,wie bei der St olbergsehen Maschine, Y-förmig.

Zwei weitere Maschinen dieser Gruppe, eine Maschine von 60 Pferdenvon Escher, Wyss & Co. und eine Maschine von 330 mm Cylinder-durchmesser bei 750 mm Hub von Socin & Wiek in Basel sind mitder Corliss-Steuerung nach Spencer & Inglis versehen. Diese Steue-rung ist weit einfacher und namentlich compacter als die oben beschrie-bene, sie öffnet aber die Canäle nicht so rasch und präcise wie diese.Die Steuerscheibe hat ihren Drehzapfen in der halben Länge des Cylindersauf der Höhe der Achse desselben; sie bewegt die Auslassventile inderselben Weise wie bei obiger Steuerung. Die Stangen für die Einlass-schieber dagegen bestehen aus zwei getrennten Stücken, welche sichteleskopartig ineinander schieben. Der äussere hohle Theil ist an dieSteuerscheibe angeschlossen; er endigt in einen viereckigen Kopf, an.welchen auf den nach oben und unten gekehrten Seitenflächen je einestarke Blattfeder angeschraubt ist, so dass das Ganze eine zweizinkigeGabel mit federnden Zinken bildet, welche den ebenfalls viereckigenKopf der inneren Stange, mit welchem diese an den Ventilhebel ange-schlossen ist, umgreift. Dieser Kopf hat entsprechend den Federn zweiSchneiden, hinter welche an den Federn angebrachte Nasen einfallen,sobald die Stangen vollständig in einander geschoben sind. Beide bildenjetzt ein einziges Stück und beim Rückgänge der Scheibe wird daherdie Ventilstange folgen, der Schieber sich öffnen. In dem viereckigenTheile der inneren Stange befindet sich aber, drehbar um einen Zapfen,ein ovales Stück, welches, wenn entsprechend gedreht, die Federn aus-einander presst und so die Verbindung zwischen beiden Theilen derStange löst. Eine Feder zieht dann den inneren Theil zurück undschliesst das Ventil. Diese Drehung des erwähnten Stückes erfolgtaber bei jeder Oeffnung des Ventiles selbstthätig durch ein mit ihmverbundenes kurzes Lenkstück, dessen anderes Ende sich durch einZwischengelenk auf einen Hebel stützt, welcher vom Regulator ab-hängig ist. Je nach der Stellung dieses Hebels muss das Stück sieb