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Cechöks Capilel.
Einsamkeit wirket so mächtig auf die Einbil-dungskraft, weil die Herrschaft von dieser überden Menschen unendlich grosser ist als die Herr-schaft des Verstandes. Der Verstand verlangetDeutlichkeit der Erkcnntniß; die Einbildungskrafterkennet undeutlich. Der Verstand ist dasVermögen das Mögliche sich deutlich vorzustel-len; eine warme Einbildungskraft hingegen glaubtunendlich viele Dinge deutlich zu sehen, biederreinseheude kaltblütige Kopf nicht sieht. DieEinbildungskraft wiederhohlet zwar auch Idee»wie das Gedächtnis, aber sie werden in ihr ver-ändert, vergrbffcrt, geschwächt, verwirrt; und wasnun theilS in Absicht auf die Ideen selbst, undtheils in Absicht auf ihre Verbindung unter sich ver-ändert ist, nennen die Philosophen Einbildung.
Aber Einbildung, Enthusiasmus und Schwar-nierey, entstehen nicht etwa nur in der Einsam-keit. Ueberall sind Wege offen zur Weisheit undzur Narrheit, und viele Menschen laufen leidernach beyden. Einige allgemeine Anmerkungenüber diese Phenomene der Seele werden zeige»,
welche