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lieber die Einsamkeit.
Einsamkeit wird endlich, wie die Religio«,dein Menschen oft so melankolisch dargestellt, daßviele bey guter Laune daran gar nicht denken kön-nen. Sie nehmen zu derselben nur in Krankhei-ten, Widerwärtigkeiten und Gemüthsunruhe ihreZuflucht, das ist, nur in schweren Stunden, daman am meisten unfähig ist, sie nützlich zu ge- ,brauchen. Aber die Natur der Religion müßte iman nicht kenne», und ihre Kraft müßte man
nicht empfinden, wenn man nicht auch in jeder
frohen Zeit sich gerne in ihre Arme würfe; und i
eben so unerfahren wäre man in allen erhabene» '
Vergnügungen des Umganges mit sich selbst, ebenso unfähig zum Genüsse süsser Ruhe und stillerGlückseligkeit, wenn man nicht sähe und fühlte, jdaß durch wohlbenntzte und zu rechter Zeit gesuch-te Einsamkeit das Leben himmelähnlich wird. ^
Wie nnweise würde man darum sich einbil-den, derjenige entferne sich schwermüthig von derWelt und verachte alle Vergnügungen, welcherfrölichen Genuß des Lebens nicht in wilder Lustig-keit,