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Zweites Capitel.
frage; wie groß müßte erst ihre Sinnesänderungsenil, wenn sie ohne Zerstreuung Ruhe fanden, undwenn unausgesetzter Welkumgang für sie nicht dassicherste Mittel wäre gegen jene innere Sprache, dieEinsamen keine Ruhe läßt! Andere haben die Weltdurch falsche Tugend berhdret, und doch ist ihnen nir-gends wohl, als in der Welt. Sie haben wohlbe-kannte Menschenliebe ausgeübet, Allmosen gegeben,viele gute Werke gethan. Sie haben immer in denStaub sich gebogen vor Grossen und Vornehmen ;immer alles gelobt, was angesehene Thoren undTh'orinnen denken und thun; nirgends Fehler be-merket, und nichts Dummes und Böses an keinemMenschen gesehen, als etwa an dem Rechtschaffenen,der die Stimme des Volks gegen sich hatte. Siehaben weder elende Schwanke, noch Vorurtheil,noch Wahn, noch Jrrthum, noch Aberglauben,noch Geistessklaverey an dem Orte wahrgenommen,wo sieleben. Allenthalben find darum diese hoch»werthen Schafskdpfe willkommen, und allenthal-ben wirst man Blumen auf ihre Wege.