Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
343
Einzelbild herunterladen
 

343

emailleartig. Die zarten Fasern der, erster» stoffen abermit Bvrar zur meisten Perle zusammen.

Lange war der Fundort des faserigen Holzvpals imSiebengebirge eine Art von Geheimniß und nur einigen Bergleuten bekannt, welche von ?eit zu Zeit ein-zelne Stücke davon zum Verkauf brachten. Erst im Laufe-dieses Jahres entdeckten wir ihn und ließen einige Schürf«darauf aufwerfe», bei welcher Gelegenheit viele Stamm-und Wurzelstückc von Holzopal, sogar von 50 und meh-ren, Pfunden Schwere, gefunden worden sind. Zum klei-nern Theile bestanden dieselben zwar nur aus der vvll-kommenfaserigenAbänderung, meist waren sie mehr dicht.

lieber den Fundort und das Vorkommen könne» wirnur Folgendes beibringen:

Von Ober-Kassel geht ein Fuhrweg über de»Stein nach Stieldorf, der, wo er sich aus demRheinthale erhebt, tief in die 8Ml,'che Seite des Beigeseinschueidet, und dadurch eine Menge verschiedenartigerbeinahe söhliger Schichten aufgelöster Trappgesieine oderKonglomerate im Durchschnitte entblöst. Uebcr diesen aufge-lösten Trappschichten legt sich gegen die Höhe des Bergesein grober, kicseliger, mehrere Fuß mächtiger Sand, derals oberste Schicht sich sanft gegen Stieldorf hinverflacht. Hier, wo der Sand sich auflagert, fand sichrechts, unweit vom Wege, im Kasseler Busch derfaserige Holzopal in einzelnen Stücken höchstens einenFuß unter der Oberfläche» ob im Sande oder in denaufgelösten Trappgcsteine», wagen wir nicht anzugebcn,da wir die Schürfe selbst nicht offen gesehen haben. Un-ter dem Sande, oder wohl vielmehr in demselben» findensich sehr schwache Andeutungen von einem Braunkohlenlager.