Druckschrift 
4 (1785)
Entstehung
Seite
271
Einzelbild herunterladen
 

Zrvvlfttö Cfipitcl.

271

Gott selbst will, daß wir mit andern Men-sche» in Verbindung leben; der starke Trieb derGeselligkeit, den Er in unsere Natur gclezethat, ist eine sehr deutliche Erklärung seinerAbsichten. Sodann zeigen uns die aufgeklärte-sten Ausleger seiner Befehle, dag wir auch diehäufigen Vorschriften des göttlichen Wortes,zur Dienstfertigkeit, zur Gefälligkeit, zur Sor,ge für das gemeine Veste, und zu manchenandern Pflichten der Gesellschaft, gar nicht ha.den müßten, wenn es etwas Verbindliches oderauch nur Erlaubtes seyn sollte, mii einer gänz-lichen Absonderung uns von der Welt zu ent-fernen, und unsere Tage zuzubringen in einemeinsamen und andächtig scheinenden Müffiggcrn-ge. Die aufgeklärtesten Theologen sagen uns,der Heiland der Welt habe durch seine Lehrenund sein Leben jene anachorctikchen Grundsätzewiderleget, welche die Menschen wo! zu erzen-sinnigen Sonderlingen und Menschenfeinden mmchcn, aber nicht zu tugendhaften Weltbürgern.Nur dazu fodere uns der Erlöser mit feinem

Dry-