Druckschrift 
4 (1785)
Entstehung
Seite
262
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lieber die Einsamkeit.

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pflichtwidrige Begierde nach erzenem Gefallenzu leben; ich mache sie zu philosophisch, za ^fromm, und zu frey. Kurz, indem ich da«stille Privatleben zu sehr anpreise, vernichte ich !ch'nicht nur jede gesellschaftliche Tugend, sondern «rpich zerstöre alle Achtung für Landessttte, Lebens, j>D«rt, Urbanität, Galanterie, und guten Ton, §durch den heidnischen Kaltsinn den ich den Men- D!schen beybringe, gegen die größten und unläug- Wbarsten Freuden des Lebens, gegen Assemblernund ClubS, und jeden andern Ergiessungsvrt Hinmenschlicher Empfindungen und Gedanken. > MEs war indessen nie meine Absicht, irgend ^eine gesellschaftliche Tugend bey irgend einem H«,Menschen zu schwächen. Aus Liebe zur Haus- ^lichen Glückseligkeit erlöschet gewiß in keinerguten Seele die Liebe zur allgemeinen Wohl.fort. Giebt auch eine gewisse Ernebung desGemüths dem spekulativen Einsamen, einigeGleichgültigkeit gegen die Welt, so macht dann ^doch dieselbe wirksame Denkart, durch die somancher Mensch schon in der Einsamkeit gut ^

und