L54 lieber die Einsamkeit.
wir doch immer Naber vor dessen Angesicht, dem ^eS so wichtig ist zu gefallen, und der auch um "Mitternacht bey unserer kampe wachet.
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Prediger der Geselligkeit stellen sich zwar ^immer an, als wären allenthalben in der Weltsehr grosse Dinge zu thun. Ader etwas Grosses ^
geschähe erst alsdann, wenn jeder in seinem Fa, ^
che etwas mehr thate als seine Pflicht; und lei» ^der thun wir alle weniger, und alles rollet dannin der Welt fort, wie es kann und mag. Kraftzu grossen Handlungen, Erhabenheit, Starke ^und Festigkeit in der Tugend, erlanget man nir» d" klgends so gut wie in der Einsamkeit, und auch dadurch nichts so gut, wie durch Religion. Liese 'fm«nacht das Herz frey von eitelen Begierden, ru»hig im Unglücke, demüthig vor Gott, muthigvor den Menschen, voll Vertrauen in die Für» KÄ»,
sehung. Einsamkeit und Religion vervollkonu ^ 8k»
men alle unsere moralische Gesinnungen, so langeder Sauerteig der Schwärmerei) in keine vonHeyden sich mischet; und dann hat auch am Ende
einer