248
Ueberdie Einsamkeit.
che Vorstellungsarten an die Stelle deutlicherBegriffe setzen; muß nicht Träumereyen für Er-fahrungen angeben, und Regungen bey denenman nichts denkt, für allerheiligste Gefühle»Frömmigkeit muß auch nicht Kvpfhängerey undPieristerey seyn, nicht trauriges Zurückweiche»ron unschuldigen Vergnügungen. Der Frommesoll sich freuen, denn die Freude am Herrn istseine Stärke, und ein vergnügter Ein» ist dienatürliche Wirkung von Weisheit und Tugend?solche Freude ist Würde der Vernunft, undfester männlicher Geist der Religion. Ach wievft hat man sodann auch in taube Ohren geru-fen, daß die christliche Religion «ehr Wirkungthun würde, mehr Tugend und Glückseligkeit inDie Welt und wehr Menschen zum Himmelbrächte, wenn alle hölzernen Systeme, alle un-fruchtbaren speculatwischen Lehrmeinungen ausdem eigentlichen christlichen Unterrichte wegblie-ben, und desto mehr diejenigen Vorstellungengetrieben würden, welche wirklich auf daS Gv-müth und Leben einen Einfluß haben, und nicht
von