32
lieber die Einsamkeit.
welcher Offenheit, mit welcher Milde sie ihm dieHand giebt, und seine treuherzigen Reden höret;wie bald ihr dann wieder alles um sie her inter-essant und liebenswürdig wird; wie ihre geheim-ste» Sympathien sich dadurch erhöhen, ausbrei-ten , verfeinern. Freuden giebt es auf dem Lan-de für Seelen, die in der Stadt nicht mehr wis-sen was Freude ist.
Aus entfernten Meeren und Welttheilen kamein Französischer Ofsicier zurück in sein Vaterland,und sagte: mir auf dem Lande geniesset man dieGüter des Herzens, sich selbst, seine Frau, seineKinder, seine Freunde. In allen Stücken hardarum das Land einen grossen Vorzug vor denStädten. Dort ist die Luft rein, die Aussicht la-chend, das Gehen sanft, das Leben leicht, dortsind die Sitten einfach, und die Menschen besser.Dort entwickeln sich die Leidenschaften ohne jeman-den zu schaden. Wer die Freyheit liebet, hangtdort von nichts ab, als von dem Himmel. DerGeitzhals empfängt da sich immer verneuende Ge-schenke.