Eilftes Capltel. 27
tnr traurig, beschattet jede Blume, und schwärztjeden grünen Platz. Aber, wir öfnet sich di«Seele, wie wird alles in ihr heiter und frep, wennman in dem Garten eines Kapuziner-Klosters,nicht weit vop Albano, grade vor sich her, zuerstden kleinen melankolischen See liegen sieht, mitallen Bergen und Wäldern die ihn umgeben, unddas Kasteel von Gandolfo; aber dann, zur einenHand, Frascati mir allen seinen Landhäusern; zurandern, das schone Städtchen Albano, Dorf undSchloß la Riccia, und Gensano, auf ihren Trau-benhügeln ; über diese hinweg, eine ununterbroche-ne Aussicht in die Campagna; in der Mitte der-selben, Rom mit seiner Peterskirche; und endlich,am Ende von diesem Allem, die Hügel von Ti-voli, die Appeninische» Gebirge, und das mittel-ländische Meer (*).
So
(') Eine deutsche Dame von hohem poetischen Geiste,machte ihrer schwachen Gesundheitswesen, eineReise »ach Italien. Ihre Kräfte vermehrten sichvo» Tag zu Tag. Aber als sie in die hier beschrie-bene