Eiiftes Capitel.
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Glückes und der mildesten Ruhe sind auch Men-schen von kalter Natur fähig, die nicht so weit undnicht so lebhaft denken , darum in starkem Aus-druck der Empfindung immer etwas Ucbertriebe-^ ncs sehen, und immer glauben, man sage Tau-send anstatt Hundert. Nur muß man bey Vor-! stellungen die man diesen guten Leuten macht, dieFarben nicht zu stark auftragen, nicht das Helle-ste Licht zur schwärzesten Dunkelheit setzen; weilste schon eben dadurch, daß sie das Uebel in der! Welt weniger bemerken, auch fähig sind ihr Gu-j tes ruhiger zu geniesten.
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Grosse Glückseligkeit gleitet in der Einsamkeitdurch die Imagination in das Herz. Der Anblickder schönen Natur reistet oft die Seele so ganz in
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sich, und spannet so ganz alle andern Gedankenab, durch der Wälder mannigfaltiges Grün, dievorüber fliessenden Ströme, das sanfte Wehen deSWindes in den Bäumen, den Gesang der Vögel,und die fteye Aussicht ins Weite, daß diese Frey-heit und diese Wollust alle Gedanken in Gefühl»A 2 ver«