Druckschrift 
3 (1785)
Entstehung
Seite
185
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iNeuntes Capitel. 185

Aus ihren heitersten Tagen, die sie seitdemin Hannover hatte, wo man ihr sehr viele Liebeerzeigte, fanden sich in ihren Papieren die feurig-sten von ihrer Hand geschriebenen Gebete zuGott, daß sic sterben könne, daß sic bald sterbe,bald hingenommen werde zu ihrer heiligen Mut-ier! Es fanden sich, in eben diesen Zeiten ge-schriebene, erhabene und äußerst rührende Brie-fe, voll Sehnsucht, nach einer schnellen, täglichgewünschten Vereinigung, an diese geliebte Tob-te! Meines Kindes, meiner geliebten Tochter,letzte, mit namenloser Agonie ausgesprocheneWorte, waren: Himmelsfreude heute!

Solches Unterrichtes wäre der nicht werth,der solche Leiden tragen sah, in solchen Jahren,bey solcher Schwäche, und dann mit starkemAnlagen versinken wollte, wo Muth überwin-det. Sie, die niemals ausgesprochene Leidentrug, und überwand; Sie, die sich hingab undschmiegte, unter jede Fügung Gottes, um Him-melsfreude; Sie, die hier so unvollkommen unddoch so groß war, ist itzt durch ^»immclssreudevollkommen, ewig miltheilsam, ewig thärig.

M Z Und