Neuntes Capktel. 99
des Leichtsinns und der Eitelkeit. MitWebmuth^ fühlet der innerlich Unzufriedene, der verborgenuil, Unglückliche, auch sogar der Verständige, sich^ selbst in den Auaen solcher Glücklichen schwer/fällig und dumm. Lustig ist es zwar so vielefrohen Knaben im Amts zu sehen; so vielekW leicht dahertrippelnde und tändelnde Weiber von!»kk hohem Alter; so entsetzlich viele Studenten mit!,m! grauen Haare». Aber wem ekelt nicht bey einer
«wi guten Comrdie, die man immer sicht. Mer
it« darum dieß alles schon erfahren und durchge»prüft hat, wer schon so oft gähnen mußte im^ Hause der Freude, wer nur zu gut weiß, womehr Lüge ist als Wahrheit, mehr Schein undFf Blendwerk und Trug und leereS unbefriedigtesVerlangen als Genuß. der ist traurig unter^ solchen Frölichen, und eilet zurück nach seiner^ ßs Kammer, um da auf Vergnügungen zu denken,die nicht betrügen, die man in jedem Alter^ geniesset, die kein Misfallen über uns selbst zu-rücklassen und keine Unruhe,k Man glaubt uns Ehre zu erzeigen undhji Freude zu machen, wenn man uns zu einem' 8 Ga Gast.