Druckschrift 
3 (1785)
Entstehung
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Ueber die Einsamkeit.

durch die Welt. Mein erster Jugendfreundwar damals unser beständiger Gefehrte. Er undich, und ein paar andere Freunde von unsererSinnesart, hatten nun auch wieder eben da«!Schicksal bey der unaufgeklärten Hälfte unsererMitbürger, wie in unfern Kinderjahren jenerFreund und ich, bey unfern Mitschülern. Aberrin ehrenvoller Ruf riß diesen Freund, wez«us unserer Vaterstadt, weg aus meine» Ar«men. Ich war untröstbar, schrieb um mein Leidzu lindern, mein Buch über die Erfahrung inder Arzneykunst; und kam, ein paar Jahre dar,auf, nach Hannover.

Die Kunst des Weltlebens hätte ich nunhier« in so vielen grossen Gesellschaften, lernenkönnen. Aber mitten in einer so sehr geselligenStadt, mitten unter so sehr vielen aufgeklärten,freundlichen , gütigen , und liebenswürdigenMenschen, behielt ich immer, wegen meiner be-ständigen Kränklichkeit, eine beständige Abnei,-uns für grosse Geselligkeit. Menschen von al«len Ständen und von allen Farben, bis in ihrInnerstes zu fitzen und zu beobachten, hatte ich

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