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2 (1825)
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kasis, welcher alle seine Gedanken beobachtete, umchm zu schmeicheln, erklärte sich ganz für die entgegen,gesetzte Meinung, hinzufügend, daß die Eigenliebe,die erste Triebfeder aller menschlichen Handlungen, beidieser Folgsamkeit beleidigt würde. Welcher Mensch,sprach er, schämt sich nicht besiegt zu werden; und dieSiege des Geistes sind rühmlicher, als die Siege deSKörpers. In den körperlichen Kämpfen haben dieWaffen, die Arme und die Kraft noch einen Vergleichmit den Thieren auszuhalten; aber in den geistigenKämpfen steht Nichts im Vergleich mit dem Menschen.Nur wer ein schlechtes Herz, eine gemeine Seele, eineniedrige Erziehung hätte, würde seinen Gegner nichtzum Geständniß seines Jrrthums nöthigen wollen.Wer übrigens einen Hellen Verstand hat, muß ihn zei-gen, damit er den Blinden Licht schaffe. Welch einelächerliche Herablassung, alle Augenblicke seine Mei-nung ändern zu wollen, bloß weil wir Jemanden fin-den, welcher das Gegentheil sagt. Gott gab einemJeden seinen Verstand, weil er wollte, daß Jeder dar,nach regiert würde. Wenn nun Jeder dem nachgebensollte, was Andere ihm sagen, so würde ein Verstandin jeder Stadt hinreichend seyn, und die Andernbrauchten nur wie Schafe demjenigen zu folgen, wel,ches voraufgeht. Nun seht, Prinzessin«, das, was Ihrdem Grafen rathet, ist etwas, das seinem Standeund Herkommen nicht angemessen ist. Als hierauf derGraf dem Neukasis einen Wink gab, hörte dieser

(Th. II.)

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