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2 (1825)
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Gott treibt nicht, wie die Menschen, Eigennntzan, uns zu lieben, sagte Ubald ina; sondern seineLiebe ist eine Ergießung seines Herzens, das geneigtist, zu lieben, und seinen Geschöpfen Gutes zu thun.Die Heiligkeit seines Willens nöthigt ihn, Alle zuverabscheuen, welche ihm widerstehen, und folglich zulieben, die ihm gehorchen; und wenn selbst dieser un-bezwingliche Hang seines Willens mir unbekanntwäre, könnte dann seine Liebe, seine Gnade, seineunendlichen Wohlthaten es auch seyn? -Wenn ernach seiner höchsten Weisheit nichts ohne Zweck thut,und nicht ein Tropfen Wasser umsonst auf die Erdefällt; wird denn dieser himmlische Regen seiner Seg-nungen, der auf mich herabfällt, kommen, ohne daßer ihn schickt, und absichtlich für mich schickt? Ich binüberzeugt, daß alle Wohlthaten, welche ich von sei-ner Hand empfange, mannichfaltige Geschenke seinerFreigebigkeit sind. Wie oft erkenne ich deutlich, daßer meinen Wünschen vorangeht, und mir durch seineHand das bereitete, was er für mich als nothwendigerkannte, und selbst, wenn ich von Ferne mein künf-tiges Bedürfniß nicht voraussehen konnte. Und beisolchen Beweisen seiner Treue, sollte ich an seinerhöchsten Liebe zweifeln?

Wohl überlegt, sagte Miseno, empfangen wirvon dieser erhabenen Sonne den wohlthätigen Ein-fluß ihrer Strahlen; und diejenigen, welche ihn auf-richtig lieben, müssen nothwendig ein besonderes