;548 Beiträge zur Geschichte ehiiyer Bibliotheken,
X. Kai. Sept. (Juno sacerdos & Canonicus de domo S. Petri qui obtulit8. Maximino pro remedio animae suae missale bonum. Nach HontheimsVermuthung Cuno v. Noviant 1188. 1198 in Urkunden belegt.
Die Notiz über den Codex der Ada (oder hier Ida) ist wörtlich auf-genommen ins Chronicon S. Maximini (Hontheim a. a. 0. pg. 1002). Uebrigensbesasa die Bibliothek (nach Marx, Geschichte des Erzstiftes Trier, Bd. 4,pg. 557) acht Codices, die mit Edelsteinen besetzt waivn.
Bibliothek von Reichenau.
Verzeichnisse, von Ilss. diese]' Bibliothek linden sich bei Beckerunter No. 6. 8. 9. iO gedruckt. Alle diese, fallen dem Datum nachins 9. Jahrhundert. Die Hss. des Klosters sind zum grössten Theile er-halten und die meisten zu Karlsruhe aufbewahrt. Es ist mir möglichgewesen, die für die Kaiserl. Akademie der Wissenschaften zu Wienangefertigte (handschriftliche) Beschreibung der für die Kirchenväterwichtigen Codices Rheinaugiensis für meinen Zweck durchzusehen, wobeimich die bisweilen jüngere Datirung solcher Hss. überrascht hat, diein den alten Verzeichnissen deutlich erkennbar sind. Ich werde imFolgenden überall genau jene Datirungen geben und miiss eine end-giltige Entscheidung über die Richtigkeit des Zeitansatzes einerseitsund die, Richtigkeit der Identificirung andererseits Anderen überlassen.Oben ist (pg. 309) eine Behauptung erwähnt worden, die Bibliothek vonReichenau sei nach Formaten geordnet gewesen. Dass dies überhaupteinmal geschah, läugne ich nicht, nur dass es vor dem 16. Jahr-hundert der Fall war.
Aus den verhältnissmässig wenigen Signaturen, die mir aus denilss. bekannt sind, lässt sich doch Einiges mit Sicherheit erkennen.
1. Der Aug. CLVm. Hieron. in Isai (XIV—XVIII) (28 cm hoch)trägt die Signatur: D. 7; Aug. CGI. Hieron. in Ezech. (VII—XI) (2<i <:I " hoch) die Sign. D. 1; -- Aug. 22(i von derselbenHand, welche die Signatur d. 221 schrieb, als Jieronymusin XII. prophetas bezeichnet (22 ''"'hoch); Aug. CCLV1I Ex-planacio Jeronimi in Arnos prophetam bezeichnet, die, Signaturd. 13 (17-4 cm hoch). Man sieht, also: es sind alle diese Hss.,Werke, des Hieronymus enthaltend, mit dem viertenBuchstaben des lateinischen Alphabets (theils Majuskel,theils Minuskel) und einer Arabischen Ziffer bezeichnet;diese Inhaltsangaben sollen von einer Hand saec. XIV sein.— Diese jedenfalls ältesten Signaturen zeugen für eine syste-matische Aufstellung der Bibliothek; auch auf andereBücher erstreckte sich diese Art der Signirung; so ist z. B.Cod. Aug. LXXXVII (f. 1 •') a in. saec. XV mit L. 3 | Insti-tut» patruin. | bezeichnet; er enthält: Cassian. de habitu mo-nachornm et de canonico diurnarum orationum de institutisrenuntiantium et de octo princ. vitiis (32 cm hoch). Dannaber fällt die Annahme einer Aufstellung nach dem Formatefür das 14. Jahrb., selbst wenn man eine obere und untereReihe von Ilss. feststellen wollte.