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2 (1825)
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geprüft hätte, von denen er sich jetzt frei fühlet. Alleseine Leiden, die er erduldete, und die er Andere er-dulden sah, sind eben so viele Quellen seiner Freuden,da er sieht, daß die Vorsehung ihn davon befreite.Nun saget, was Ihr wollt, ich finde diesen Grundsatzwichtig genug, um zufrieden zu leben. Was meintIhr, Graf?

Ich sage, daß Miseno hinreichend Ursache hat,um in seiner Lage zufrieden zn leben, und daß er un-gerecht gegen sich selbst, undankbar gegen den Himmelseyn müßte, der ihm einen so erleuchteten Verstandund so wichtige Lehren mittheilte, wenn er sich einerunbesonnenen Traurigkeit hingeben wollte. Ich, derich Euch anfangs für gefühllos hielt, würde Euchjetzt für unvernünftig halten; denn Ihr müßt entwe-der die Vernunft verachten, oder die Traurigkeit, wieIhr jetzt thut. Wenn mich das getroffen hätte, wasEuch widerfahren ist, so würde ich unaufhörlich derVorsehung ein freudiges -Loblied singen, daß sie michauf so wunderbare Weise zur Weisheit geführt hätte.

Miseno lächelte, und sagte zu ihm in einemliebenswürdigen, leutseligen Tone: Nun dann lobetjetzt Gott den Herrn, daß er Euch ohne so große Lei-den das gewährt hat, was ich so theuer erkauft habe.Ihr seyd frei von den Uebeln, wovon Gott mich be-freite. Ihr habt das Licht selbst, womit Gott michbeschenkte; weil ich Euch nichts verweigere, und nichtsfür mich behalte. Aber wenn 2hr mich verdammt, in