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2 (1825)
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sten Zeuginn war; würdet dem Himmel Urirecht thun,der Euch so viele Tugenden mittheilte, welche des Thronswürdig sind; endlich würdet Ihr Euch selbst Unrechtthun, wenn Ihr handeltet, wie Ihr nicht handeln sollt.So wundert Euch denn nicht, daß, obgleich ich ein Vasallbin, und mich vor Eurem Throne niederwerfen muß,mich Euch offenbar widersetze; und das werde ichthun, so lange Ihr dem Himmel widersprechen wollt,der Erde, den Völkern, der Vernunft und selbst derNatur.

Schneller verwandelt sich die traurige Gestalt derNacht nicht, wenn der Mond am Horizonte hervortritt,als sich das verwirrte Gesicht der Königin« verän-derte. Die Freude ihrer Seele ergoß sich aus ihrenAugen und benetzte ihr lächelndes Gesicht. Dannwandte sie sich gegen mich mit dem größten Anstande,bestätigte meine Vorstellung, als Lesko mirErlaubnißerbat, zu sprechen, sie hierin als Königinn achtete undals Mutter verehrte. Der ganze Hof war auf diesenunerwarteten Streit voll gespannter Erwartung, undder Fürst sprach auf folgende Weise: Wenn auch dieWelt, lieber Vetter, gar keine Kenntnisse von EurenTugenden hätte, wie ich habe; so wäre doch dieserZug hinreichend, sie ihr zu geben; aber ich will meinenEntschluß nicht auf einen Grund stützen, der bloßdurch Eure Bescheidenheit verborgen bleibt, weil ichviel stärkere Bcwegungsgründe habe. Ich weiß, daß je-