324 Anordnung der Bibliotheken im Mittelalter.
der Catal. von Nevers ! ) in der Evangel.-Hs. Brit. Mus. Harley. 2790.Ebenso oben No. 102 (Kremsmünster) von 1012 hinter einem Evan-gelium Matthaei; vgl. auch oben No. 51 und No. 518. Der Catal. vonStavelot (oben pg. 284 sqq.) steht in einer riesigen Folio-Bibel, Brit.Mus. Additional 28106; ebenso Becker No. 29 (ein Bücherverzeichnissaus Fleury) in einer Bibel Cod. Bernensis III b (nach H. Hagen), derCatal. aus Benevent 2 ) in der Bibel Brit. Mus. Addit. 5463. Die Ver-zeichnisse von Arnstein stehen in einem Rhabanus de laude crucisChristi Harley. 3045 (sicher ein xeifitjhov, wie die kunstvollen Bilderzeigen), das Verzeichniss von Constanz (bei Becker No. 15) in einemSacramentarium Gregorii. Die Hs. Hamilton No. 132, in welcher derCatal. No. 225 steht, ist eine Collectio conciliorum etc. 8 ) Dürfte alsobei genauerer Durchmusterung derartiger Hss. vielleicht noch Manchesbekannt werden, so sind einige Verzeichnisse, von deren Exis-tenz wir bestimmt wissen, heute verschollen. Was mir zuGebote stellt, stelle ich hier zusammen. 4 )
Verzeichniss von EinhardS Büchern. — Quos [Cic. de rhe-torica, de oratorej vos habere arbitror propterea quod in brevi vo-luminum vestrorum post commemorationem libri ad Herenniuminterpositis quibusdam aliis scriptum reperi: Ciceronis de rhetorica.item explanatio in libros Ciceronis, praeterea A. Gellii noctium Atti-caruin, sed et alii plures in predicto brevi etc. Lupi Epistolae (adEinhardum L) edit. Baluzii, Paris 1664, pg. 4 (vgl. bei BeckerNo. 25, 1).
Hamburg, Domcapitel saec. XIV. — „Das Hainburgische Dom-capitel besass in der Mitte des 14. Jahrhunderts an juristischen Werken
') vgl. oben, pg. 122 No. 337.
') vgl. oben, pg. 182 No. 529.
") Mit Vorliebe schrieb man in Handschriften, welche als xtiftii'/.tagelten, einzelne Urkunden von grosser Bedeutung und, wie wir eben sahen,auch Bücherverzeichnisse ein. Der Grund ist einleuchtend; vgl. übrigensSenebier im Catalogue raisonne des mscr. de Geneve, Geneve 1779, pg. 56:On a Joint plusieurs pieces curieuses a ce Mamiscrit feine Bibel saec. IX],tels sont plusieurs Actes places dans les marges, sans doute pour leurdonner une plus grande authenticite, etre plus sur de leur con-servacion, et inspirer un plus graud respect ä ceux qui s'engageoientd'eu remplir les conditions. — (ierade die betreffenden Hss. sind aber öfters,wie sich leicht erklärt, nicht ins Inventar oder den Catalog einbezogen. Sohat schon Jackson, der einstige Besitzer des Addit. 5463, hinter dem darinenthaltenen Catal. aus Benevent eine Bleistiftsnotiz beigefügt: It is verystränge that this book is not inserted in the above list. Dagegen ist einTheil der Hs. Vatic. Palat. 828, in welcher Handschrift der Catalog BeckerNo. 54 erhalten ist, identisch mit der im Verzeichniss selbst genanntenNummer 23: Orosius.
4 ) Wenn die handschriftlichen Quellen für Bücherverzeichnisse jetztverschollen, die Verzeichnisse selbst aber schon gedruckt sind, dann ist diesin der obigen Uebersicht mittelalterlicher Oataloge und Inventare jedes Malkenntlich gemacht (z.B. bei No. 12—17, 35, 192, 567, 599 etc.).' Ebenso,wenn unter mehreren handschriftlichen Exemplaren eines Verzeichnisses einesverloren ist (z. B. bei No. 638, pg. 230 Anm. 1).