322 Anordnung der Bibliotheken im Mittelalter.
Epistolaref cum ehurno et argento ornati II; ähnlich Becker No. 48,40—48.75,6. 104,1—8. 110 (codicem argenteum pensantem duas libras). ObenNo. 62 Gandersheim saec. XII Psalterium auro politum. Missalis si-militer ornatus argento. IUI plenaria metallo oraata; ähnlich No. 116.154. 401. 487; vgl. pg. 271 Anm. zu den Catalogen von Ripoll. Erstim 14. Jahrhundert finden sieh Cataloge, in welchen nicht blos die er-wähnten Cimelien, sondern die Einbände aller Hss. gleichmässig Be-rücksichtigung finden. Vgl. oben No. 259 Blois 1427; No. 269 Charlesduc d'Orleans 1496; No. 305 Jean de SafTres 1365; No. 341 S. Pauld'Orleans 1461; No. 368. 369 Paris, Notre-Dame 1343. 1416; No. 416Vincennes 1418; No. 522 Aquileja 1408; No.525 Assisi 1381; No.531Bobbio 1461; No. 539 Christoph, de Justinopoli 1487; No. 547. 550Bibl. Estensis zu Ferrara 1436. 1495; No. 553 Bibl. Gaddi 1496;No. 556. 557. 558. 563. b. e. f.; No. 564 Bibl. Pandolfini saec. XV (?);No. 569 Florenz, S. Spirito 1450—51; No. 579 Gubbio, S. Agostino;No. 588 Paolo Guinigi zu Lucca [1431]; No. 623 Pistoja, S. Jacobi 1460;No. 629. 634 Inv. des päpstlichen Schatzes zu Perugia 1311. 1411;No. 637 Peniscola s. XV; No. 640 Nicolaus V 1455; No. 641 Calixt III1455; No. 645 Bom, Coli. Capranica 1480; No. 663 Chambery 1497 sq.;No. 672 Siena 1482; No. 673 ebenda, S. Francesco 1481; No. 687Venedig, S. Marco 1420; No. 706 Burg. Bibl. zu Brüssel 1476 (vgl.übrigens pg. 190 Anm. 2); No. 738 Daroca 1308; No. 741 Maria vonSicilien und Aragonien [1458]; No. 751 Toledo 1455.
Anzahl der Blätter (jedoch mit Inc. und Fin. des Ganzenverbunden) findet sich bei No. 593; vgl. auch bei No. 565 und 548.
Wenn man eine grössere Sammlung von Catalogen durchblättert,so fällt es unwillkürlich auf, dass für die Zeit des 8.—10. Jahrh.die Quellen spärlich, für das 13.—15. in immer steigendem Maassefliessen. Keineswegs ist es richtig, für die ältere Zeit geringeren wissen-schaftlichen Eifer anzunehmen, daran sind vielmehr die zahlreichenUnfälle und die Verwahrlosung Schuld, denen die litterarischen Denk-mäler durch die Beihe der Jahrhunderte ausgesetzt waren. Wenn ichrecht sehe, so ist z. B. im 9. Jahrh. methodisch an die Catalogisirungder handschriftlichen Schätze der ainzelnen geistlichen Häuser gegangenworden und die Anregung dazu ging von Ludwig dem Frommen aus.Zwei Documente haben sich noch erhalten, von denen dieser Ursprungunzweifelhaft ist, nämlich der Catal. von Reichenau (Becker No. 6)und der von S. Eiquier (Becker No. 11). Dass dessen Sohn Lotharin seinem Gebiete auf eine ähnliche Art zu wirken gesucht hat, halteich bei dem bekannten wissenschaftlichen Interesse dieses Kaisersfür höchst wahrscheinlich. Die Statuta Concilii ap. S. Macram a. 881celebrati (Sacrosancta Concilia ad regiam editionem exacta etc. curanteNie. Coleti T. XI, Venetiis 1730, col. 512 sq.) bestimmen: Missi regiiper civitates et singula monasteria tarn canonicorum quam monachorumsiue sanetimonialium una cum episcopo parochiae uniuseuiusque in qua
consistunt ......thesaurum ac vestimenta seu libros diligenter
imbrevient et breves regi reportent.