Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
201
Einzelbild herunterladen
 

20t

der Fall. An ihnen finden sich keine Flachen, nachwelchen eine Spaltung sich ergäbe. Sie sind bloße Ab-sonderungen in geraden, bisweilen auch krummen, Flächen,ohne Bestimmtheit der Winkel. Keine Erscheinung bietetsich in der Natur dar, die ihr ähnlich wäre, wenn an-ders nicht Hitze mit im Spiele war, wie z. B. bei denstängligen Absonderungen der gebrannten Thone in derNähe der Erdbrände*). Welchen Grund hat man also dieSäulenform des Basalts einer neptunischen Bildung zuzu-schreiben? Es kann dieß blos Jdee ohne Haltbarkeit seyn,denn mit den Saulen-Krpstallen der Fossilien sind sie nichtzu vergleichen, da diese eine Regelmäßigkeit in denWinkeln zeigen und sich auf Kerne zurückführen lassen.

Wie ganz anders verhält es sich nun mit der Ent-stehung auf trockenem Wege. Hier finden wir durch dieKunst völlig ähnliche Gebilde. Kein Hohofengestell wirdausgebrochen, wovon der Rest, so weit er gefrittet alsoetwas erweicht war, nicht vollständige Gruppen von Säu-len darböte, die ganz in ihrem Verhalten, Farbe und Grö-ße abgerechnet, den Basaltsäulen ähnlich wären. DieselbenAbsonderungen, dieselben scharfkantigen Flächen, dieselbeUnbestimmtheit der Winkel zeigen sich hier. Meistens

*) Allerdings giebt cs doch ausgezeichnete, Len Formen de»Basalts ähnliche, Säulenbildungen bei Fossilien, bei derenBildung offenbar keine Fcuercinwirkung Statt fand.Wir wollen hier blos an den säulig zerklüfteten verhär-tcten Mergel (Säulcninergel, blelmontü) erin»

^ ncrn, der besonders schon im Bergi scheu bei Lin-ker s verkömmt- D.