200
these, das durch oberirdische Hitze modifizirte neptuni,sche System, in der Eifel zunichte. Wir wollen sehen,ob die blos vulkanische Annahme sich haltbarer darstel,len wird.
Schon Agricola sah, nach Klaproth N), denBasalt als eine gestoßene Lava an, die während ihrer,durch eine schnelle Abkühlung beschleunigten, Stockung diekrystallinische Säulenform angenommen habe. DieseAnsicht etwas modifizier, scheint der Wahrheit näher zutommen, als alle anderen bisherigen Vorstellungen.Der Basalt ist aus der Tiefe gehoben, entweder alsweiche Maste oder als flüßige Substanz, die alsdannihre eingelchossene Luft an der Oberfläche von sich gab,wobei die Zwischenräume wieder zuiammengiengen, dannkonsistenter wurde, und noch im weichen Zustande dieSäulenbildung annahm. Dieß beweist sich dadurch, daßdie Säulenbilvung nur bei dem dichten Basalte in derEisel erscheint, während sie am blasigen nicht sicht,bar ist Die Säulenform ist keiner aus Fluidumabgesetzten Gebirgsart eigen. Dort findet nur Schich,»ung und Zerklüftung, Resultate der Krpstallisations-kraft, statt. Der Sandstein läßt sich nach seinem Lagerspalten, nirgends widersteht er nach dieser Richtungdem Arbeiter, aber bei den Basaltsäulen ist dies nicht
*) Klaprot Hs Beiträge zur chcm. Kcnnkniß der Mineral«korper III. S. 245. D. V.
**) Die Absonderung in Säulen findet allerdings auch nochbei den blasigen Basalrniassen Statt, aber nur unvoll-kommen und kolossaler, wie z. B. bei dem Mühlstein vonNi oder men nich und Mayen- D-H-