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Gruppe X. Kurzwaaren.
Franz Bergmann hatte ausser seinen zum Theil figürlichenNippsachen einen grossen Uhrkasten in Rohmetall altsgestellt, dessenoffenes Gehäuse ein durch fallende Wassertropfen in Bewegung gesetz-tes Werk sehen liess. Die reine und präcise Ausführung dieses Stückeslies nichts zu wünschen übrig.
G. Lerl & Söhne gebührt das grosse Verdienst durch ihre Aus-stellung in Eococo- und Nippgegenständen und in Bronzeschmuck be-stehend gezeigt zu haben, dass die österreichischen Bronzeschmuck -waaren den französischen Arbeiten sehr nahe kommen.
Aehnliclie erspriessliche Leistungen zeigten auch die FirmenFriedrich Böhm und M. Kraulitz.
Auch von den kleineren Ausstellern waren ganz gut gearbeiteteGegenstände zu sehen; so hatte die Productivgenossenschaftder Bronzearbeiter, ferner Ignaz Dörfel und Georg Damber-ger eine Auswahl von gediegenen Arbeiten; desgleichen lieferten Mi-chael Scholz, Wilhelm Knoblauch und Josef Weber ganz guteHandelswaare.
In der Fabrikation der Bronzeuhrketten waren es Franz Reiter,Franz Rowensky und Josef Ott jun., welche diesen Artikel würdigvertraten; ebenso hatten die bekannten Firmen Brix & Anders undFranz B. Adler die Ausstellung mit Kirchengeräthen von guter undstilvoller Arbeit bereichert.
Von deutschen Ausstellern ist vor allen anderen die Firma Ra-vene & Sussmann in Berlin zu nennen, die eine schöne Collectionvon Emailgegenständen ausgestellt hatte und der das hohe Verdienstgebührt, eine in den letzten Jahrhunderten gänzlich vernachlässigteKunstindustrie, die Fabrikation der emaillirten Bronze in Deutschlandwieder aufgenommen zu haben. Der in der industriellen Welt durchseine unermüdlichen Bestrebungen für Hebung der deutschen Metall-industrie rühmlichst bekannte Chef dieser Firma, Geh. CommerzienrathLouis Ravene, hat schon auf der Pariser Ausstellung im Jahre 1867,bei der er, wie bei früheren Weltausstellungen, als Jnrymitglied thätigwar, den Entschluss gefasst, diesen Industriezweig wieder auf deutschenBoden zu verpflanzen. Von Hause aus Techniker, machte er gemein-schaftlich mit seinem Freunde, dem Bildhauer Sussmann-Hellborn,die ersten Versuche des Aufschmelzens der Emaille auf Bronze in Berlin.Die glücklichen Erfolge dieser Arbeiten führten Ende des Jahres 1868zur Gründung der anfänglich sehr kleinen Kunstanstalt unter derFirma Ravene & Sussmann. Gegenwärtig hat die Fabrik ihre eigeneMetallgiesserei und beschäftigt ungefähr 20 deutsche, selbst angelernteArbeiter, wie denn zu keiner Zeit ausländische Hilfsarbeiter angestelltwaren.
Dieses „Email eloisonne“ (Zellenemail) wird von denselben in fol-gender Weise (largestellt: