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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
Seite
589
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V. Die Erzeugnisse aus gespaltenem Holze etc. 589

500 Fichtenstämme im Werthe von 3000 Rmk. zu 30 000 bis 35 000Dutzend Spankörben im Werthe von ca. 16 500 Rmk. verarbeitet, diezu einem Viertel nach ausserdeutschen europäischen Märkten, zu einemanderen Viertel nach überseeischen Plätzen verkauft wurden.

In der russischen Abtheilung waren aus Ilolzgespänen geflochteneTeppiche und Gardinen der Actiengesellschaft für Handarbeitenin Kuwala, Finnland, Gouvernement Wiborg, zu sehen. Diese 1857begründete Gesellschaft producirt jährlich für 12 000 finnische Markdergleichen Holz- und Strohgeflechte.

Auch ein Italiener, Augusto Rizzi, aus Mailand zeigte derartigeHolzgeflechte allci-persiana von löblicher Arbeit.

Von den ziemlich zahlreichen Ausstellern von Resonanzholz in derösterreichisch-ungarischen Abtheilung zeichneten sich Graf EugenKinsky, Skale, Galizien, J. J. Jakob Dünser in Bezau, Voralberg,und Roszmanith & Balko in Arad aus. Auch Gebrüder Hals inChristiania, Norwegen, und J. Cohn in Kopenhagen, Dänemark, ver-traten diese. Specialität, auf die wir hier nicht näher eingehen, weil sienur im Zusammenhang mit ihrer Bedeutung für die Fabrikation dermusikalischen Instrumente zu würdigen wäre.

Aus analogem Grunde beschränken wir uns darauf, zu erwähnen,dass die vorzüglichsten Wagenräder aus dem zähen Hickoryholz in derAbtheilung der Vereinigten Staaten von Nordamerika zu sehenwaren. John G. Davis & Co. in Philadelphia, Charles Weeks & Co.in Newyork und die Royer Wheel Co. wetteiferten in vorzüglichenRadbestandtheilen und Rädern dieser Art, die sich durch grösste Halt-barkeit bei kleinstem Volumen auszeichnen und einen wichtige Export-artikel der Vereinigten Staaten ausmachen. Der Erstgenannte erhieltfür seine gebogenen Radbestandtheile die Fortschrittsmedaille.

Ebenso beschränken wir uns auf die Erwähnung, dass zugerichte-tes Holz für Gewehrschäfte in grosser Vorzüglichkeit vom WarDepartment, United States Army, Springfield, sonst nur noch vonJ. Pays & Sohn, Luzern, in dieser Gruppe ausgestellt war.

Schliesslich haben wir in diesem Zusammenhang noch der Zahn-stocher aus dem Holz einer Weidenart, der Salix alba, zu erwähnen,welche einen nicht unbedeutenden Ausfuhrartikel Portugalsbilden.Joachim Silva in Coimbra und Avellar & Miranda in Lissabon(42 Travessa da Victoria) vertraten als Unternehmer diese hauptsäch-lich als Hausarbeit, auch von Frauen und Kindern betriebene Industrie.