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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
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y.

Die Erzeugnisse aus gespaltenemHolze und die Holzdralitwaaren. ,

In diesem Abschnitt begegnen wir einer äusserst mannigfaltigenGesellschaft von Erzeugnissen der Holzindustrie. Die gespaltenen Lat-ten und Buhnen zum Dachdecken, die Schindeln, die tannenen Schach-teln und Siebränder, die Böttcherwaaren, das Stellmacherholz, das Holzfür die Resonanzböden der musikalischen Instrumente, die Holzspan-arbeiten, die Schuhstifte, die Holzdrähte für Zündhölzer und sogenannteHolzgewebe u. s. w. gehören hierher, da sie ursprünglich alle das ge-meinsam haben, dass ihre Verarbeitung von der Trennung des Holzesgenau in der Längenrichtung seiner Fasern ausgeht. Ein grosser Theildieser Holzwaaren giebt uns zu allgemeinen Betrachtungen keinen An-lass, ein anderer Theil könnte nur im Zusammenhang mit denjenigenIndustrien, welche das Spaltholz benutzen, ohne Holzindustrien imeigentlichen Sinne des Wortes zu sein, richtig gewürdigt werden.

Wir heben daher mir das Wesentliche heraus. Zunächst die wich-tigen Böttcherwaaren, zu welchen die Fassbinderei im Grossen unddie Herstellung kleineren Küchengeräthes aus Bindholz gehört.

Auch die Fassbinderei ist einer von den Zweigen der Holzindu-strie , .welche von der nüchternen Zeitströmung dem Kunstgewerbevöllig entrissen und in die Bahn einer nur noch technisch bedeutsamenIndustrie geleitet sind. In unserer Urväter Zeiten war das anders;Zeugen dessen die stattlichen Fässerreihen, die in den Kellergewölbennorddeutscher Rathhäuser hier und da noch erhalten sind. Die demoffenen Gang zwischen den Fässern, der oft zugleich als Trinkstubediente, zugewandten Bodenflächen sind niemals schmucklos gelassen.Bald sind sie mit geschnitztem Relief in launigem Bezug auf die Götterdes Weines verziert, bald, und so stets bei den grösseren Stücken, sindcjie Balken und Querhölzer, welche zu mehrerer Festigkeit die Dauben