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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe VIII. Holz - Industrie.

Angemeldet, docli nicht ausgestellt hatte die vierte der GöteborgerFabriken, die von Ilichens, Seaton & Ilichens, ein .älteres Unter-nehmen, das gleichfalls erst im Jahre 1872 zur Bautischlerei übergingund 150 Arbeiter beschäftigt.

Das Stockholmer Haus P. J. Ekman hatte für 9000 fl. dasschwedische Schulhaus geliefert, dessen gefälliges Aeussere und derNatur des Holzes angemessene Bauart und Verzierung nichts zu wünschenHessen, dessen praktische Bedeutung für die einclassige Volksschuleaber in einem anderen Theile dieser Berichte zu würdigen sein wird.

Von J. 0. Weng ström in Stockholm war unter Leitung des Ar-chiteckten Ernst Jacobsen das hölzerne Gebäude für eine Meiereinach Swartz 'scher Methode errichtet worden.

Fast alle diese schwedischen Holzbauten zeichnen sich nicht nurdurch technisch tüchtige Verarbeitung des Materials, sondern auch durchein sehr erfolgreiches Streben aus, dasselbe auf charakteristische Weise inder äusseren Erscheinung zur Geltung zu bringen. Klar ausgesprocheneConstruction, mit Geschmack an passender Stelle verwendete Laubsäge-arbeiten und die schöne Naturfarbe des skandinavischen Fichtenholzeswirken hei meist malerischem Aufbau häufig zu sehr gefälligem Ganzen.

Dasselbe gilt auch von den ähnlichen Holzbauten der Norweger,von denen A. 0. Haneborg in Christiania den leichten Gartenpavillonvon achteckiger Grundform gegenüber dem Gebäude der österreichi-schen Sparcassen, Valentin Fürst,ebenda das für die norwegischeFischereiausstellung benutzte Fachwerkhaus mit Schindelwänden undSchindeldach (nach dem Patent von H. Fabritius, Enebak) undJ.N.Jacobsen &. Co. in Frederiksstad eine Collection norwegischer Hölzerauf den verschiedenen Stufen der Verarbeitung in dem zu 1500 fl.verkäuflichen halboffenen zierlichen Gartenpavillon neben dem Pavillonvon Monaco ausgestellt hatte.

Die österreichischen Bautischler hatten sich durch die Ausfüh-rung des grössten Theiles der Bautischlerarbeiten an dem Ausstellungs-gebäude und seinen zahlreichen Ergänzungsbauteu das glänzendsteZeugniss ihrer Leistungsfähigkeit gegeben. Die eminentesten dieserLeistungen waren im Palast des Vicekönigs von Aegypten zu sehen,dessen Bau die Oesterreichisehe Baugewerkgesellschaft,welche Zimmergeschäft, Bautischlerei, Parquetenfabrikation undSchlosserei betreibt, übernommen und auf höchst vortreffliche Weisedurchgeführt hatte. Auch die zum Theil sehr grossartigen Vitrinender österreichischen Aussteller gehören hierher. Die grösste, in ihremInnern ein geräumiges, wohnlich eingerichtetes Zimmer bergende Vi-trine war in der Bautischlereifabrik von Jos. Dasatiel 1 ) in Wien

B Als Mitglied der Jury ausser Concours.

J. B.