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Gruppe VII. Metall-Industrie.
Bronze, Porcellan, Glas, Stein und ihre Nachahmungen in der äus-seren Ausstattung eine grosse Bolle spielen, ist selbstverständlich.Neben dieser Industrie der Salonlampen hat sich aber auch die Massen-production zu enormer Ausdehnung entwickelt und haben sich einzelneFabriken zu solcher Höhe und Grösse emporgearbeitet, dass ihre Jahres-production nach halben und ganzen Millionen zählt. Durch Beschaf-fung billiger und guter Lampen ist das Petroleum ein gefährlicher Con-current der Gasbeleuchtung geworden, wenigstens für viele Zwecke undan vielen Orten, wo entweder durch Mangel an billiger Kohle die Gas-preise hoch sind oder wegen allzugeringen Bedarfes der Betrieb einergut eingerichteten Gasbereitungsanstalt nicht lohnend erscheint. Dieoben erwähnten Einrichtungen, Gas im Kleinen für Beleuchtungszweckezu erzeugen , sind vorläufig nur als schwache Versuche zu bezeichnen,dem Petroleum das Feld streitig zu machen.
Wir registriren hier die transportable Maschine zur Gaserzeugungaus leichten Petroleumdestillaten von Thomas B. Fogarty in Warren,Mass., welche hinter der Maschinenhalle in einem kleinen Häuschenaufgestellt war und ihre Gasröhren in die Maschinenhalle sendete. DerApparat arbeitete ganz zufriedenstellend und das Gas war, soweit sichbei Tageslicht urtheilen liess, von hinreichender Leuchtkraft. Mit ähn-lichen Vorrichtungen waren einige Eisenbahnwagen im Modell desMont-Cenis-Tnnnels und hinter dem deutschen Pavillon für Ziegelei undEismaschinen beleuchtet.
Die Fabrikation von Kronleuchtern und Lampen für Gas und Pe-troleum wird in England, Frankreich, Deutschland und Oesterreich ambedeutendsten betrieben. Vorzugsweise sind es die Hauptstädte, welchedie meiste Waare produciren. Die hauptsächlichsten Materialien,welche Verwendung finden, sind Eisen, Messing, Bronze und Zink, zurweiteren Ausschmückung wird Emaille, Porcellan, Stein und Glas benutzt,auch Vernickelung tritt auf. Als Specialitäten, welche in der betref-fenden Gruppe zu besprechen sind, nennen wir die englischen und böh-mischen Bleikrystallkronen, wie sie von James Green in London undzahlreich in der ersten Quergallerie der österreichischen Glasarbeiten,besonders gut von Lobmayr, ausgestellt waren, und die schönen, nachalten Traditionen gestalteten, aus geblasenem Glase von Salviati inVenedig und Anderen. Auch von wirklichem Bergkrystall fand sichein Exemplar von Varangoz in Paris ausgestellt. In der Verwendungder Bronze und des Messings zu unseren Gegenständen trägt
England dem Stil seiner Schlösser und Villen Kechnung, fürwelche die Lüster und Candelaber bestimmt sind. Man könnte fastvon einer modernen, englischen Gothik sprechen, welche die herrschendeDichtung bildet, so zahlreich sind diese Stücke und so übereinstimmendim Charakter. Die Zeichnungen sind einfach, Figürliches fehlt fast