Section IV. Waaren aus anderen Metallen etc. 363
Blechblumen von A. Arancl in Biberach waren weniger steif alsdiese Erzeugnisse sieh sonst zeigten. Metall- und Glasbuchstaben,Medaillen, Wappen und dergleichen in vortrefflicher Qualität und soschon bekannt hatten Koch & Bein in Berlin ausgestellt.
Ein sehr ausgedehntes Feld für blanke und lackirte Blecharbeiten,welches besonders in Süddeutschland eifrig cultivirt wird, ist die Ver-fertigung von ßlechspielwaaren, diese wird in Gruppe X. ihre Bespre-chung zu finden haben.
Oesterreich - Ungarn stellte, wie schon erwähnt, ein überreichesContingent. Die Wiener Arbeiten dieser Art erfreuen sich von Altersher eines besonders guten Rufes und wurde derselbe glänzend wiederbewiesen.
Eine reichhaltige Collectivausstellung der Spengler-Genossen-schaft in Wien bot mit wenig Ausnahmen recht Anerkennenswerthes,auch Einige, die sich derselben nicht angeschlossen hatten. Wir wollenvon diesen nur Aug. Reiss’Wwe. erwähnen. Praktische Badeapjxarateund Zimmerdouchen hatte Georg Kutschera in Pest ausgestellt,schöne Metallbuchstaben, auch in Guss, Mich, nnd Alois Winklerin Wien.
Ein grosser Theil solcher Arbeiten wird noch unten bei den Be-leuchtungsgegenständen zu besprechen sein.
Beleuchtungsgegenstände. Der totale Umschwung, welcherim Beleuchtungswesen durch die Einführung des amerikanischen Pe-troleums hervorgebracht worden ist, stellte sich auf der Wiener Welt-ausstellung als so vollendete Thatsache dar, dass ausser Leuchtajxparatenfür elektrisches Licht und Gaslicht geradezu keine andere Beleuchtungs-art mehr vertreten war, man müsste denn gerade die Grubenlampennennen wollen, welche noch mit Riiböl gespeist werden, oder die Leuch-ter für Kerzen. Die Einrichtungen für elektrisches Licht, sowohl diezur Hervorbringung des erforderlichen galvanischen Stromes, als auchdie Lampen zur Erzielung eines constanten Lichtes, gehören nicht inden Bereich unseres Referates, sondern haben in dem über die XIV.Grupjoe ihren Platz; von den Grubenlampen ist keine JSleuerung oderVerbesserung zu berichten, wir haben uns daher auf die Beleuchtungs-gegenstände für Gas und Petroleum zu beschränken. Die Fortschritte,welche die Neuzeit auf diesem Gebiet gebracht hat, gehen nur nachzwei Richtungen hin, einmal ist man bestrebt, Gas in kleinen Anstaltenzu erzeugen und zur Beleuchtung kleinerer Raumeomplexe, wie Fabri-ken, Eisenbahnwagen, Tunnels, zu benutzen, andererseits wünschtman dem Beleuchtungsapparat, dem Kronleuchter, der Lampe, einepraktische und doch dabei geschmackvolle, schöne Form zu geben.Dass der Luxus dabei natürlich auch Berücksichtigung findet und