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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe VII. Metall - Industrie.

Etwas anders verhält sich die Sache bei den Schiesswaffen. Hierist die Anwendung der Einheitspatrone, der Centralzündung und derRückladung mehr und mehr allgemein geworden und sind die verein-fachten Schlossmechanismen, wir möchten sagen die von den Heerenab-gelegten Hinterlader mehr und mehr den Luxuswaffen zugänglich ge-worden. Einen durch diese Veränderung hervorgerufenen Anhangbildet die Fabrikation der Munition, der Einheitspatrone, wie sie derHinterlader verlangt und ist diese meist von den, Zündhütchenfabrikenin die Hand genommen worden. Nur wenige grössere Gewehrfabrikenliefern auch Patronen und Munitionsgegenstände.

Als ganz anderes Gebiet können wir die Fabrikation von Theater-und Decorationswaffen bezeichnen, welche durch einige Aussteller ver-treten war und der wir am Schlüsse einige Worte widmen wollen.

Sehen wir zuerst, was uns der Industriepalast an Schusswaffen bietet.

Vereinigte Staaten von Nordamerika. Die 15 Aussteller,welche von diesem Lande mit Waffen erschienen waren, rangirten aus-nahmslos in Gruppe XVI., so dass sie hier nicht besprochen werdenkönnen^ Erwähnt sei jedoch, dass E. Remington & Sons in Ilion,Newyork, und Sharpes Rifle Manufacturing Co. in Hartford,Connecticut, sich durch Dauerhaftigkeit und Schönheit ihrer Fabrikatebesonders hervorthaten.

England. Der alte wohlbegründete Ruf des englischen Fabri-kates wurde auch diesmal in glänzender Weise bewährt. Die Jagd-gewehre von Alfred Lancaster in London können fast in jederBeziehung als tadellos bezeichnet werden. Sorgfältige Behandlung dereinzelnen Theile, praktische Einfachheit des Mechanismus geben ihnenvor anderen den Vox-zug und machen sie zu einer äusserst zuver-lässigen und bequemen Waffe. Auch die Erzeugnisse von AlexanderHenry in Edinburg, von George Ed. Lewis in Birmingham,James D. Dougall in London und die zu GruppeXVI. gehörigen vonP. Webley & Son in Binningham sind zu rühmen. Bei fast allenzeigte sich eine sorgfältige Bearbeitung der Läufe.

Spanien. Die Vitrinen von Teod. Ybarzabal aus Eibar, vonE.. Soldevilla in Madi'id und M. Padilla ebenda enthielten eine An-zahl kostbarer Waffen, welche sich durch die reiche Arbeit in dasGebiet des Kunstgewerbes begaben. In dieser Hinsicht haben wirihrer schon in der Besprechung der Section I. rühmend gedacht, inrein technischer Beziehung boten sie nur geringes Interesse.

Frankreich. Die Ausstellungen von französischen Schiesswaffennahmen an dem ganzen Arrangement würdigen Antheil durch die Ele-ganz ihrer Ei'scheinung. Es waren zwar nur wenig Aussteller erschienenund befand sich darunter nichts besondeis Hervorragendes wie auch