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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
Seite
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Section II. Eisen- und Stalilwaaren.

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die Feuerung sitzt in der Mitte, ein wenig zur Seite gerückt, auf dereinen breiteren Seite ist der Backofen, auf der anderen schmäleren Seitedas Wasserschiff. Das Feuer zieht in der ganzen Breite des Herdesunter der Kochplatte entlang, zugleich über dem Backofen weg, gehtdann an dessen Seite herunter, macht Kehrt und läuft unter der Boden-fläche des Backofens entlang, weiter geradeaus unter dem Aschenkastenhin nach dem Wasserschiff, um endlich in das Kamin zu entweichen.Die vierte Seite des Backofens wird durch das daneben befindlicheFeuer erwärmt; gegen das Wasserschiff ist der Feuerkasten stark inStein, so dass nur wenig Wärme dahin transmittirt. Eine andereAnordnung, bei welcher das Feuer auf der einen Seite des Herdes sichbefindet, in der Mitte der Backofen und auf der anderen Seite dasWasserschiff, und wobei die Feuergase zwischen Backofen und Wasser-schiff niedergehen, ist weniger zweckmässig, da hierbei die Gase durchdas kalte Wasser zu sehr gekühlt werden und den Backofen am Bodenoft nicht mehr genügenderwärmen können, so dass man dann oft nocheines besonderen Feuers bedarf. Bei einem Kochherd ist nochwesentlich darauf zu sehen, dass die Züge leicht zugänglich sind, weilsich dieselben, namentlich bei Heizung mit Flammkohlen, stark be-lassen und öfter gereinigt werden müssen, was das Dienstpersonalselbst besorgen sollte; complicirte Zugleitungen, die die Hilfe desOfenputzers beanspruchen, sind deshalb, wenigstens für Familienherde,durchaus verwerflich. Die oben beschriebene Anordnung ist auch indieser Beziehung sehr praktisch. Grössere Herde sind nun nichtbloss in den Dimensionen der Haupttheile erweitert, sondern solcheerhalten oft noch neue Theile, wie z. B. einen zweiten Backofen, einenDörrofen oder Warmstellraum, der dann bloss an einer Fläche, ge-wöhnlich oben, vom Feuer berührt wird, ein Wasserbad (bain Marie),um fertige Speisen, insbesondere Kaffee und Milch, heiss und doch nichtkochend zu halten, einen Röstapparat, um am Spiess durch Strahlungglühender Kohlen braten zu können. Durch solche Zugaben wirddann der Herd naturgemäss auch complicirter im Bau. Mit denDimensionen geht er allmälig in den Restaurationsherd über, in dessenvollendetster Ausführung alle möglichen das Kochgeschäft unterstützen-den Einrichtungen angebracht sind. Was die äussere Form derkleineren Herde noch anlangt, so baut man dieselben mit etwa 10 cmhohen Füssen, so dass man den Kohlenkasten darunter schieben kann,oder man lässt die Wände bis zum Boden herabgehen. Die grösserenHerde haben letztere Ausführung insgesammt und befinden sich inder unteren Hälfte gewöhnlich noch weitere Nutzräume.

F. Uber jun. in Stuttgart brachte einen Restaurationsherd mitFeuer in der Mitte, zwei Backöfen rechts und links, zwei Trockenöfen,zwei Kupferwasserschiffen und einem Wasserbad. F. Flor in Stutt-gart hatte gleichfalls einen Restaurationsherd mit mittlerem Feuer