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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
Seite
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Gruppe VII. Metall-Industrie.

durch eine.besondere Vorrichtung das jedesmalige Oeffnen des Schlossesregistrirt wird, so dass man sehen kann, oh dasselbe innerhalb einergewissen Zeit geöffnet wurde.

Ferner Jean Baptiste Haffner in Paris mit eisernen Koffernund Kofferschlössern, und Pierre Haffner in Paris, dessen Fabrik sichjedoch in Saargemünd befindet. (Schott.) Die zweckmässigen billigenSchlösser, in denen ein enormer Umsatz stattfindet, seine gestanztenArbeiten und sein schmiedbarer Guss, von welchem sehr viel in Deutsch-land weiter verarbeitet wird (Nähmaschinentheile), zeugen von dergrossen Bedeutung der Firma.

In Deutschland excelliren S. J. Arnheim in Berlin, welcher dieIndustrie der eisernen Schränke ins Leben gerufen hat, II. Mein eckein Breslau, Georg Heise in Landshut, C. Hermann in Nürnberg,Im Ganzen hatten 30 Aussteller derartige Arbeiten geliefert, doch stehtunser Land mit dieser Production nicht mehr anderen Ländern voran.Zu bedauern ist in erster Linie, dass diese so kostbaren Möbel, die dochauch zuweilen in eleganten Zimmern Platz finden und soviel guteGelegenheit zur Verzierung bieten, sich immernoch mit dem einfachenLackanstrich in Holzimitation begnügen, oft durch plumpe schreiendeGoldverzierungen entstellt werden und höchstens im Innern hier undda einen bescheidenen Anfang zeigen, die glatten Flächen durchAetzung oder Gravirung zu verschönern. Nur eine einzige Arbeitmacht in dieser Beziehung eine Ausnahme, das ist der in der Rotundeaufgestellte Schrank von F. Wertheim in Wien mit den Ornamentenvon Bätsche. Es ist ein wahres Prachtmusterstück der verschiedenenTechniken des Eisens.So giebt es hier Theile, die geschmiedet undgehämmert, andere, die geätzt, in Stahl geschnitten, in Gold und Silbertauschirt sind. Das Alles macht einen prächtigen, höchst sachgemässenund harmonischen Eindruck. Nur einen grossen Fehler zeigt dieArbeit, der glücklicherweise zu bessern ist. Aller figürliche Schmuckund er ist sehr i-eich steht in Zeichnung, Modellirung und Ausfüh-rung in gar keiner Weise auf der Höhe der Ornamente und der Inten-tion dieses Werkes. Unseres Erachtens müsste er gänzlich erneuertwerden, soll die Arbeit als Cabinetstüek, und darauf ist sie doch an-gelegt, bleibenden Werth behalten. Aber auch so ist der Vorgangmit dieser Casse in seinem Zurückgreifen auf die alten Künste ein sehrbeachtenswerther, dem wir Nachfolge wünschen. (Falke.)

Diese Worte enthalten die Richtschnur für künftige Arbeitendieser Art in so klarer Weise, dass wir uns verpflichtet hielten, siehier zu citiren. In technischer Hinsicht lassen die W erth ei m 'sehen,sowie auch die Schränke und ganzen Zimmer von Wiese & Co. undFriedrich Wiese in Wien nichts zu wünschen übrig.

Sehr zahlreich waren kleine Haushaltungsmaschinen zu den ver-schiedensten Zwecken vorhanden. Die Vorrichtungen zum Flaschen-