Section II. Eisen- und Stahlwaaren,
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Der Anblick der Stotz’schen Ausstellung lässt andere auf derAusstellung vertretene Bemühungen, verzierte Eisenarohitekturtheiledurch Schmiedearbeit zu erzeugen, geradezu als Anachronismus erschei-nen. Die Gitter in Schmiedeeisen, wie wir sie später noch genauerbesprechen werden, ausschliesslich durch die Arbeit des Schmiedensherzustellen, kann zu einer Zeit als verdienstlich genannt worden sein,wo man dem Eisen eben nur mit dem Hammer Form zu geben ver-stand, heut aber, in einer Zeit, wo durch die Verbindung der aller-zweckmässigsten Querschnitte von Walzeisen mit gegossenen und nachdem Tempern nach Belieben bearbeiteten, gebogenen, gewundenen, cise-lirten Eisenornamenten eine Dauerhaftigkeit und künstlerische Form-vollendung erreicht werden kann, wie sie Schmiedearbeit nicht mehrhat oder nur in den besten Zeiten des Kunsthandwerks gehabt hat,verliert sie an Werth. (Dorn.)
Wir können unsere Notizen über die Eisengusswaaren nicht schlies-sen, ohne mit einigen Worten jener eigenthümlichen gusseisernen Koch-schalen zu gedenken, welche von China ausgestellt waren. Die ganzausserordentliche Dünnheit dieser Schalen setzt in Erstaunen und istdie Herstellung derselben sowie deren Reparatur mit geschmolzenemEisen im Falle des Zerbrechens eines von den vielen Zeugnissen chine-sischen Geschickes, von welchem die Ausstellung noch mehr Beweise bot.
Schmiedearbeiten waren sowohl in kunstgewerblicher Art, wieals gewöhnliche Schlosser- und Schmiedearbeit sehr reichlich vertreten.
Die bedeutendsten Arbeiten der ersten Richtung waren die schmiede-eisernen Thore in der englischen Abtheilung von Barnard, Bishop& Barnard’s inNorwich, und der unvergleichliche Bau von Schmiede-eisenornamenten in der französischen von Baudrit in Paris, welcherleider einen ziemlich abgelegenen Platz gefunden hatte. Italien hattein Pasquale Franci in Siena einen Aussteller mit schönem Gitter undLaternen trägem nach alten Mustern. Von Deutschland nennen wir A.Fauser in Weimar. Oesterreich hatte verschiedene ausgezeichnete Ar-beiten an den Gebäuden des Ausstellungsplatzes aufzuweisen, wie dieGitter zwischen den Treppenpfeilern der Rotunde, die Gitter am Kaiser-und Jurypavillon und die riesige Krone auf der Spitze der Rotunde.Wir nennen die Wiener Job. Gschmeidler, Albert Milde und CarlTagleicht, ferner die bereits erwähnten Arbeiten in getriebenemEisen von A. Bätsche in Wien.
Andere solche, wie die spanischen von Zuloaga, sind schon be-sprochen.
Schlösser aller Art, und einbruch- und feuersichere Geld- undDocumentensckränke hatten in hervorragender Weise Frankreich undOesterreich ausgestellt.. Wir nennen die Westfield Lock Worksin Westfield, N. Y., welche Vorhängeschlösser ausgestellt hatten, an denen