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Section I. Gold- und Silberarbeit, Juwelierarbeit.
1872 dürfte sich auf circa 18 bis 19 Mill. fl. belaufen, gegen 11V 5 Mill. fl.im Jahre 1868. Aus den Abgängen, wie Gekrätz (Kehrets), Wasch-wasser, Polirlumpen etc.,, werden jährlich für etwa 900 000 fl. Goldund Silber durch die Scheideanstalten gewonnen.
Der Jahresbericht der Handelskammer von Pforzheim für das Jahr
1873 hat etwas abweichende Zahlen. Wir halten es für nothwendig,dieselben zur Vergleichung hier mitzutheilen.
Es werden gezählt 425 Fabriken mit 6992 männlichen und weib-lichen Arbeitern. Dazu kommen noch 166 Hilfsgeschäfte, als: Email-leure, Etuisfabrikanten, Estamperie-, Graveur-, Guillocheurgeschäfte, Ju-weliere etc. mit 849 Arbeitern. Somit sind in der genannten Fabrikation imGanzen 7841 Arbeiter und zwar männliche über 16 Jahren 4628, unter16 Jahren 1072, weibliche über 16 Jahren 1825 und unter 16 Jahren416 beschäftigt. Hierzu treten noch etwa 600 Arbeiter in benachbar-ten Filialgeschäften. Der ausbezahlte Arbeitslohn beläuft sich aufetwa 5 Mill. fl. Die Löhne an männliche Arbeiter betragen 10 bis12 fl.; ausnahmsweise und bei Ueberarbeit kommen Löhne von 15 bis25 fl. pr. Woche vor; die Arbeiterinnen erhalten Löhne von 6 bis 9 fl.Verarbeitet wurden im Jahre 1873 14 000 Pfd. Gold im Werth von11 340 000 fl. und 6000 Pf. Silber im Werth zu 306 000 fl. und edleund unedle Steine, Perlen etc. für 1 200 000 fl. Dabei sind Brillanten,Rosen etc. für Feuerarbeiten noch gar nicht mitgerechnet. Der Gas-verbrauch in den Fabriken betrug etwa 18 Mill. Cubikfuss (757 000 cm).Der Gesammtherstellungswerth der im Jahre 1873 hier fabricirten Gold-waaren erreicht die Höhe von 20 Mill. fl.
Nachstehende Tabelle soll ein Bild geben, in welchen Quantitätendie Waaren exportirt werden. Sie basirt sich auf die Angaben zweierTransportversicherungsanstalten, der Societe Neufchä telloise unddes Rheinisch-Westfälischen Lloyd vom Jahre 1872. Selbstver-ständlich giebt sie nur einen Theil des ganzen Exportes und ist danachihre Angabe zu beurlheilen.