230 Gruppe VII. Metall - Industrie.
Jahr
Zahl
der
Arbeiter
Lehrlinge
Bemerkungen
Fabriken
Männl.
Weibl.
Männl.
Weibl.
1767
1
—
—
20
4
Jährlich aufgenom-
men.
1770
2
1(
)0
—
—
1771
2
274
—
—
1798
26
. 75
1
—
—
1803
26
522
186
3<
18
300 000 fl. Roh-material.
1810
21
900-
-1000
—
—
1812
13
—
—
—
—
1816
21
900-
-1000
—
—
Erlös 600 000 fl.
1833
—
900—1000
—
—
—
Erlös circa 1 Mill. fl.
1838
54
—
—
—
—
1854
84
3—4000
—
—
—
Gold 60 Ctr. Erlös
8 Mill. fl.
1859
206
6—
7000
—
—
incl. Hilfsgeschäfte.
1869
—
3805
1338
—
—
incl. Lehrlinge.
Der seit dem Jahre 1871 datirende Aufschwung in Industrie undHandel, der sich in ganz Deutschland geltend machte, berührte natür-lich auch die Pforzheimer Bijouteriefabrikation , und hatte die bekann-ten Licht- und Schattenseiten im Gefolge. Alle Geschäfte kamen inhöchsten Flor, die Aufträge konnten kaum bewältigt werden, den Arbei-tern wurden die höchsten Löhne bewilligt, und manche tüchtige Kraftaus Arbeiterkreisen konnte mit Erfolg ein eigenes Geschäft gründen.Dadurch nun wurden die Forderungen der Arbeiter oft noch hei be-schränkter Leistungsfähigkeit , über alle Grenzen erhöht und social-demokratische Ideen fanden allgemeinste Verbreitung. Durch dieSperrung Frankreichs wurde nicht nur der überseeische Bedarf, sondernauch der von Italien, Spanien u. s., w. gezwungen, deutsches Fabrikataufzusuchen und die Anfertigung feinerer Artikel konnte sich schnellund gediegen entwickeln. Viele Fabriken legten sich nur auf dieAnfertigung einzelner Gegenstände, wie Schlüssel, Ketten, Ringe, Medail-lons u. s. w., und selbst innerhalb dieser Specialitätenfabrikation sindnoch Unterabtheilungen entstanden, so dass der eine Fabrikant nurleichte courante Sachen, der andere nur feine, schwere Ringe oderKetten fabricirt. Auch hinsichtlich des Absatzgebietes ist die Fabri-kation getheilt, der eine arbeitet für Russland, der andere für Süd-