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Gruppe XVI.
Heereswesen.
grapihie, das Sisenbahnwesen besitzen schon militairische Ver-fassung, und werden sie mehr und mehr erhalten.
Ein neuer grosser Schritt ist ferner geschehen durch Organisationder freiwilligen Krankenpflege und des IIilfsvereinswe-sen s; auch liier kann die straffere verpflichtende Form nicht ausbleiben.
Und wie vieles andere wird nicht noch folgen: feste Gestaltung desHandwerkswesens, des Transport- und Fuhrwesens, von Ar-beitercolonnen für Feldeisenbahnbau und Zerstörung, fürSchanzenbau u. s. w. Ja selbst jene Zeit dürfte nicht mehr fernliegen,in welcher auch die Lehranstalten von der Volksschule an bis hin-auf zur Hochschule berufen sein werden, die militairische Ausbildungder Jugend anzubahnen, um dem Staate seine schwere Aufgabe wesent-lich zu erleichtern.
Es kann wohl nicht gefolgert werden, dass aus solcher Entwicke-lung ein Milizheer, wie es an anderer Stelle als das Ideal für einVolksheer geplant worden, hervorgehen solle und müsse. So langerichtige Ansichten über Krieg und Heereswesen Geltung haben, wirddie Armee eines Grossstaates derartigen Institutionen sicher fernbleiben. Die Kation bedarf aber nicht nur der gründlichen Schulungfür den Dienst der Waffen, sie bedarf auch des starken, ständigen Rah-mens, in welchen die einzelnen Theile, leicht und sicher eingefügt, einfestes, wohlgeordnetes, brauchbares Ganzes bilden. Dazu muss die ge-summte Pflege der Wehrhaftigkeit in der Hand solcher Männer ruhen,die sich den Dienst der Waffen zur Lebensaufgabe, zum Berufegewählt haben; sie darf als kein Nebenwerk betrieben werden. DieBeispiele, wohin das Gegentheil führen könnte, sind doch zu nahe lie-gend und warnend. Der nordamerikanischen Union mit ihren unerfah-renen Truppen kostete der Bürgerkrieg 28 302 Millionen Reichsmark,d. h. mehr, bei weitem mehr als die Unterhaltung der deutschen Heerein 50 Friedensjahren erfordert hatte; 5 Jahre brauchte die nordameri-kanische Armee, um von Washington bis Richmond zu gelangen;in 2 Monaten standen die Deutschen vor den Thoren von Paris underrangen nach siebenmonatlicher Kriegsdauer den ehrenvollen Frieden.
. Die allgemeine Wehrpflicht ist nunmehr in fast allen Staaten Eu-ropas zur Geltung gelangt. Die Consequenzen des Systems wurdenhier zu berühren versucht. Es mag dahin gestellt bleiben, binnenwelcher Reihe von Jahren sie lebensfähig geworden sein werden. Im-merhin ist damit bezeichnet, welches weite lohnende Gebiet bei späte-ren Weltausstellungen der Gruppe des Heerwesens zu charakterisirenobliegen wird.
Edel das Volk, das freudig Alles setzt an seine Ehre. —